Glückliche Familie: Eric Boullier zeigt Verständnis für Kimi Räikkönens Macken

Formel 1 2012

— 04.09.2012

Zweijahresvertrag: Bleibt Räikkönen bei Lotus?

Robert Kubica hat den Kontakt zu Lotus abgebrochen, dafür steht laut Teamchef Eric Boullier fest, dass Kimi Räikkönen auch 2013 für das Team fahren wird



Mit nur 33 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Fernando Alonso ist Comeback-Superstar Kimi Räikkönen momentan WM-Vierter, und bei acht noch zu fahrenden Rennen hat er alle Chancen, zum zweitem Mal nach 2007 Champion zu werden. Kein Wunder, dass sich die Konkurrenz für ihn interessiert, aber Lotus wird den "Iceman" nicht ziehen lassen.

"Er hat einen Zweijahresvertrag mit uns. Ende der Geschichte", stellt Teamchef Eric Boullier gegenüber der 'Daily Mail' klar. Damit erteilt er Paddock-Spekulationen eine Absage, wonach sich Ferrari, McLaren und Mercedes bereits nach Räikkönen erkundigt haben sollen. Bei Ferrari sucht man bekanntlich nach einem möglichen Nachfolger für Felipe Massa, zwischen McLaren und Lewis Hamilton kriselt erst nicht erst seit "Twittergate" und Michael Schumacher will erst im Oktober bekannt geben, ob er ein weiteres Jahr bei Mercedes dranhängt.

Doch Räikkönen wäre nicht gut beraten, Lotus mitten im WM-Kampf zu verlassen und seine Crew für den Rest der Saison zu demoralisieren, zumal seine Macken ohnehin nicht bei allen auf Gegenliebe stoßen. "Wir haben das Glück, dass wir Kimi verstehen", sagt Boullier, "dass wir wissen, warum es in der Vergangenheit Schwierigkeiten mit ihm gab und warum er auf diese oder jene Weise auf bestimmte Dinge reagiert hat."

Einfach in der Handhabung ist der 32-Jährige immer noch nicht. Kritiker werfen ihm vor, dass er in technischen Meetings nicht immer bei der Sache ist, und wenn sein Renningenieur von ihm fordert, schneller zu fahren, obwohl KERS nicht die volle Leistung liefert, rotzt Räikkönen zurück: "Dann gebt mir mehr Power!" Unterm Strich kommt es aber nur auf die fahrerische Darbietung auf der Rennstrecke an, und die lässt nichts zu wünschen übrig.

"Es war ein Risiko", gibt Boullier zu, "denn er war zwei Jahre weg. Andere Fahrer, die nach einer Pause in die Formel 1 zurückgekehrt sind, waren nicht so erfolgreich." Das sei auch ein Verdienst des Lotus-Teams: "Kimi ist ein Charakter mit seiner eigenen Persönlichkeit. Das muss man respektieren. Du musst sicherstellen, dass er nicht groß abgelenkt wird und dass er Spaß hat, denn wenn er Spaß hat, dann liefert auch Leistung ab."

Sehr wahrscheinlich also, dass Lotus auch 2013 mit Räikkönen und Romain Grosjean weitermachen wird. Ein Comeback von Robert Kubica, der erst kürzlich einen WRC-Ford getestet hat, ist schon lange keine Option mehr: "Er hat vor Monaten den Kontakt zu uns abgebrochen", meint Boullier achselzuckend. "Ich kann zu diesem Thema überhaupt keine Schlüsse mehr ziehen, weil ich nicht mehr mit ihm in Kontakt stehe."

Fotoquelle: xpbimages.com

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