Lucas di Grassi saß in der vergangenen Woche erstmals im Prototyp der Formel E

Formel 1 2012

— 05.09.2012

Di Grassi testet Formel-E-Prototyp

Der Brasilianer Lucas di Grassi saß in der vergangenen Woche in Frankreich im Prototyp der neuen Elektrorennserie der FIA und zeigt sich positiv überrascht



Die Formel E ist derzeit in aller Munde. Nachdem der Automobilweltverband FIA in der vergangenen Woche begann, nach Investoren für die neue Rennserie mit Elektromotoren zu suchen, meldete sich prompt McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh und bekundete Interesse. Irgendwann sei laut Whitmarsh sogar ein eigenes Formel-E-Team unter dem Banner von McLaren Applied Technologies denkbar.

Inzwischen gibt es auf auch Fahrerseite Bewegung. In Person von Lucas di Grassi hat ein ehemaliger Formel-1-Pilot sogar schon seine ersten Erfahrungen am Steuer des Formel-E-Prototypen gesammelt. Der Brasilianer, der in diesem Jahr neben Jaime Alguersuari zweiter Testfahrer für Reifenhersteller Pirelli ist, legte in der vergangenen Woche auf dem Circuit de L'Eure nahe Paris einige Runden zurück und zeigt sich beeindruckt.

"Die Formel E ist die Zukunft des Rennsports", wird di Grassi von 'Pitpass' zitiert. "Sowohl die Höchstgeschwindigkeit als auch die Beschleunigung des Autos waren hervorragend. In ein paar Jahren wird die Performance sogar noch weiter oben angesiedelt sein, davon bin ich überzeugt." Von einer modifizierten Version eines Straßenfahrzeugs mit Elektroantrieb will di Grassi nichts wissen. "Der Formel-E-Prototyp ist ein Rennwagen. Es wird eine große Herausforderung sein, damit Straßenrennen zu bestreiten."

Wie Alejandro Agag, seines Zeichens GP2-Teameigentümer aus Spanien und nebenbei Geschäftsführer der Formel-E-Holding, gegenüber 'Pitpass' bestätigt, ist di Grassi auch künftig als Testfahrer für das Formel-E-Projekt vorgesehen. "Für die Meisterschaft ist es sehr wichtig, dass ein Fahrer wie Lucas di Grassi mit uns zusammenarbeitet. Er ist wahrscheinlich der erfahrenste Entwicklungsfahrer im Motorsport. Sein Input ist von enormer Bedeutung, wenn es darum geht, schnelle und zuverlässige Autos zu entwickeln", so Agag.

Der brasilianische Ex-Formel-1-Pilot, der in der Saison 2010 für Virgin ins Lenkrad griff und zuvor als Testfahrer bei Renault angestellt war, bezeichnet die Formel E als "perfekte Mischung zwischen schnellen Rennwagen und grüner Zukunftstechnologie". Vor allem von der Geräuschkulisse zeigt sich di Grassi positiv überrascht. "Es ist ein futuristischer Sound", sagt er im Hinblick auf das noch ungewohnte Motorengeräusch und fügt an: "Bei hohen Geschwindigkeiten ist der Fahrtwind deutlich zu hören. Das ist eine komplett neue Erfahrung und wird die Wahrnehmung der Leute in Bezug auf Elektrofahrzeuge verändern."

Fotoquelle: Pirelli

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