Michael Schumacher lässt sich von den Gerüchten nicht die Laune verderben

Formel 1 2012

— 06.09.2012

Schumacher und Mercedes zerstreuen Gerüchte

"Es dauert noch eine Weile": Michael Schumacher und Mercedes-Teamchef Ross Brawn nehmen Stellung zu den jüngsten Transfergerüchten



Lewis Hamilton zu Mercedes und Michael Schumacher in den Ruhestand. Das glaubt der ehemalige Formel-1-Teamchef Eddie Jordan aus der aktuellen Situation im Fahrerlager herauszulesen. Doch davon wollten die Beteiligten vor dem Großen Preis von Italien nichts wissen. "Kein Kommentar", heißt es, als die Fahrerfrage bei Mercedes angesprochen wird. Noch sind die Würfel halt nicht gefallen.

Michael Schumacher habe zwar von den jüngsten Spekulationen gehört, habe dem aber nichts hinzuzufügen. "Es gibt kein weiteres Statement", sagt der Mercedes-Pilot. "Wir haben schon mehrfach betont, dass wir uns im Oktober äußern werden. Vielleicht bereue ich ein bisschen, dass wir Oktober gesagt haben. Bis dahin werden wir aber eine Lösung finden, die wir euch vorstellen können."

Und warum Oktober? Schumacher erklärt: "Es ist einfach ein logischer Zeitpunkt für uns, dass wir bis dahin soweit sein könnten oder ich soweit sein könnte, eine Entscheidung zu treffen. Das ist eine Sache zwischen dem Team und mir, mit der wir uns zum richtigen Zeitpunkt auseinandersetzen werden." Dass in der Zwischenzeit einige Gerüchte aufkommen, liege in ganz einfach auf der Hand.

"Es ist die Silly Season und ich finde das immer wieder lustig. Ich glaube, das gehört zu diesem Geschäft dazu. Ich werde das sicherlich nicht kommentieren", sagt Schumacher zu den Gerüchten, die Jordan dieser Tage in die Welt gesetzt hatte. Rekordchampion "Schumi" winkt aber ab: "Bei mir gibt es nichts Neues zu vermelden", meint er. "Was mit den Anderen ist, das ist deren Sache."

Noch hat Mercedes nichts zu vermelden ...

"Und ihr könnt dieses Thema von vielen verschiedenen Perspektiven beleuchten, doch die Antwort wird immer wieder dieselbe sein", sagt Schumacher. Nämlich die, dass es derzeit noch keine Antwort gibt. Diesen Standpunkt vertritt auch Mercedes-Teamchef Ross Brawn, der ergänzt: "Spekulationen kommentieren wir nicht." Man werde sich zur gegebenen Zeit an die Medienvertreter wenden.

"Wenn wir unsere Fahrerentscheidung treffen, werdet ihr die Ersten sein, die davon erfahren. Es dauert aber noch eine Weile. Es wird nämlich noch etwas Zeit brauchen. Wir reden mit Michael und bei diesen Gesprächen gibt es keine Panik. Das ist, worauf wir uns derzeit konzentrieren. Wir müssen gemeinsam eine Lösung finden", erklärt Brawn und stellt heraus: Man zieht an einem Strang.

"Ich kann da nicht ins Detail gehen, doch es ist nicht Michaels Entscheidung, ob er bleiben will. Es ist auch nicht unsere Entscheidung. Es ist eine gemeinsame Entscheidung", sagt der Teamchef des Mercedes-Rennstalls. "Es könnte morgen oder erst in einem Monat soweit sein. Wir haben viele Dinge, die wir mit ihm besprechen. In einen Zeitplan lässt sich das halt leider nicht packen."

Von den Fähigkeiten seines Piloten sei er jedenfalls nach wie vor überzeugt. "Ich denke, Michael kann noch viel leisten. Wir haben ja gesehen, wie er in Spa fuhr. Das war eine klasse Leistung, die wir leider nicht mit einem starken Auto unterstreichen konnten. Er hatte in diesem Jahr oft solche guten Auftritte. Ich bin sehr zufrieden mit seiner Leistung", meint Brawn und blickt schon weit voraus.

Schumacher als langfristiger Leistungsträger?

Der Brite denkt nicht nur an die Saison 2013, sondern auch an das übernächste Rennjahr. Er sagt: "Angesichts der technischen Herausforderungen, die uns speziell 2014 ins Haus stehen, wäre jemand mit Michaels Erfahrung und von seinem Kaliber sicher ein guter Zugewinn für das Team." Allerdings wolle man früher oder später durchaus ein Team sein, das mehr und mehr Interesse generiere.

"Wir haben eine große Historie und der wollen wir gerecht werden", sagt Brawn. "Noch sind wir nicht soweit, aber wenn wir erreichen, was wir erreichen wollen, dann können wir uns selbst in eine Position manövrieren, in der jeder Formel-1-Pilot für uns fahren will. Wir wollen in eine Situation gelangen, in der jeder Fahrer einen Mercedes bewegen will. Genau eine solche Situation wollen wir schaffen."

Schumacher muss sich indes Gedanken machen, ob er überhaupt noch will. Doch das fällt ihm offenbar leichter als 2006. "Zum einen, glaube ich, darf ich positiv gestimmt sein. Man darf ja auch nicht vergessen: Ich bin 43, werde 44. Trotzdem bin ich noch immer konkurrenzfähig", meint er. "Außerdem fahre ich für eines der besten Teams und für eine der renommiertesten Marken weltweit."

"Dass es da ein beiderseitiges Interesse gibt, ist ja nicht unbegründet. Insofern fühle ich mich da schon einmal positiv. Was meine Entscheidungsfindung angeht und wie sich das alles entwickelt, das ist eine andere Sache", erklärt Schumacher. Und so müssen die Fans weiter auf eine Auskunft zur Zukunft des siebenmaligen Weltmeisters warten. Vielleicht wirklich noch bis zum Oktober 2012.

Fotoquelle: xpbimages.com

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