Die Arbeit im Simulator hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen

Formel 1 2012

— 07.09.2012

Zukunft: Simulator vs. Testfahrten

Durch die wenigen Testfahrten in der Formel 1 setzen die Teams immer mehr auf Simulatorarbeit: Verfolgt man damit den richtigen Weg?



Die Generation Playstation ist lange in der Formel 1 angekommen. Vor den Rennen wird sich nicht mehr im Auto auf bevorstehende Herausforderungen vorbereitet - die Erfahrung kommt durch die Arbeit im Simulator. Dass die Formel 1 einmal so trist wird, hätten sich die Helden der 1970er oder 1980er sicher nicht träumen lassen. Doch ein Blick auf die Kosten zeigt, dass es momentan nicht anders geht. Oder etwa doch?

Die Simulatoren sind beim Rennen in Monza ein Thema. Bei Lotus ist man sich offenbar nicht sicher, ob die virtuelle Formel-1-Welt der richtige Weg ist. Dennoch sieht man auch die Vorteile: "Der Simulator ist mittlerweile sehr detailliert", verrät Teamchef Eric Boullier. "In den vergangenen drei oder vier Jahren sammelten die Neulinge tausende Kilometer, um sich an das Team, die Abläufe, das Auto und an alles andere zu gewöhnen. Durch das aktuelle Format steigen die meisten Fahrer ohne jegliche Erfahrungen ein, was etwas knifflig ist."

"Man muss aber auch die wirtschaftliche Realität sehen. Testen ist sehr teuer und kostet viele Ressourcen - nicht nur Geld. Wir haben einen vollen Kalender und lediglich eine Crew für die gesamte Saison. Zusätzliche Tests hätten also auch Einfluss auf die Ressourcen. Die Frage ist, ob die momentane Balance aus Simulator und ein paar Tests Ende der Saison gut ist? Ich weiß es nicht. Ich habe keine Antwort. Ich weiß, dass es momentan funktioniert, aber nicht, ob es fair ist oder nicht", schildert Boullier.

Bei Toro Rosso sieht man die Situation nicht so kritisch. Franz Tost ist klar gegen eine Wiedereinführung der Tests. "Tests sind sehr teuer. Wenn man testen möchte, braucht man ein zusätzliches Testteam. Vor drei Jahren haben wir das Testteam aufgegeben, weil es zu teuer war. Ich denke, das war die richtige Entscheidung", bemerkt er.

"Wir als Team, das auf junge Fahrer setzt, geben diesen Piloten an den Freitagen die Chance, den Schritt in die Formel 1 zu lernen. Das kann jedes Team so machen, nicht nur die Teams, die sowieso schon junge Fahrer einsetzen", erklärt Tost. "Deswegen denke ich, dass die momentane Balance gut ist."

Fotoquelle: Red Bull

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