Laut Martin Whitmarsh ist sein Team heute kein großes Risiko eingegangen

Formel 1 2012

— 08.09.2012

Whitmarsh kritisiert Ferrari-Aktion im Qualifying

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh freut sich nach dem Qualifying in Monza über die erste Startreihe, übt gleichzeitig Kritik an einer Aktion Ferraris in Q3



McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh war nach dem Qualifying in Monza bester Laune. Kein Wunder: Fuhren seine Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button doch auf die Plätze eins und zwei und sicherten ihrem Rennstall somit die komplette erste Startreihe. Dabei sei man kein großes Risiko eingegangen, wagte beispielsweise bei der Abstimmung nicht zu viel.

"Wir haben nichts Außergewöhnliches gewagt, sondern einfach versucht, eine gute Runde hinzubekommen, alles andere wäre vielleicht zu kompliziert gewesen und man hätte vielleicht einen Fehler gemacht. Denn die Ferraris sind offenbar auch sehr schnell", so Whitmarsh nach dem Qualifying gegenüber 'Sky Sports F1'.

Der Brite weiter: "Beide Fahrer haben die Nerven behalten und einen fantastischen Job gemacht. Wir waren das ganze Wochenende in Sektor eins und zwei stark, der dritte Sektor stellte für uns hingegen eine Herausforderung dar. Gestern haben wir uns sehr intensiv aufs Rennen vorbereitet, also denke ich, dass wir angesichts der Erkenntnisse, die wir gesammelt haben, eine gute Basis haben. Doch das Rennen ist lang, es kann viel passieren. Es ist jedoch gut, die erste Reihe für sich selbst zu haben. Hoffentlich erwischen wir einen guten Start, halten uns aus Scharmützeln in der ersten Kurve heraus und können einen guten Job machen."

Kritik übte Whitmarsh indes an der Konkurrenz von Ferrari angesichts einer Aktion im dritten Qualifying-Durchgang. Felipe Massa lieh seinem Teamkollegen und WM-Leader Fernando Alonso auf der Geraden offensichtlich Windschatten, wodurch dieser eine höhere Endgeschwindigkeit erreichen sollte. Später trat an Alonsos F2012 offenbar ein Problem auf, weshalb der Spanier morgen nur von Platz zehn ins Rennen gehen wird.

"Die haben glaube ich versucht, Windschatten von Massa zu bekommen und dabei ist irgendetwas schief gelaufen", schätzt Whitmarsh die Situation ein. "So etwas kann auch mal ins Auge gehen und dann hat man plötzlich zwei Piloten, die gegeneinander fahren. Bei uns hätte ich keinen von beiden davon überzeugen können, dem anderen zu helfen. Also ich hätte so ein Manöver nicht versucht. Ferrari hat über seine Fahrer offenbar mehr Kontrolle als wir das haben", weist der 54-Jährige auf eine Teamorder bei den Italienern hin.

Fotoquelle: xpbimages.com

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