Sebastian Vettel musste seinen Red Bull RB8 sieben Runden vor Schluss abstellen

Formel 1 2012

— 09.09.2012

Vettel: "Ich bin hier für den Sport"

Sebastian Vettel schildert seine Sichtweise zum Manöver in der Curva Grande gegen Fernando Alonso und erklärt seinen Ausfall kurz vor Schluss



Für Sebastian Vettel verlief der Grand Prix von Italien in Monza enttäuschend. Der Red-Bull-Pilot realisierte schon früh im Rennen, dass gegen die Konkurrenz kein Kraut gewachsen war. Mit Ferrari-Pilot Fernando Alonso lieferte er sich in der Curva Grand ein hartes Duell, woraufhin ihm die Kommissare eine Durchfahrtsstrafe aufbrummten. Kurz vor Schluss musste Vettel seinen RB8 dann mit technischem Defekt abstellen und verbuchte eine Nullnummer.

Im Interview spricht Vettel über seinen problembehafteten Tag in Monza, über das Duell mit Alonso in der Curva Grande und die Entscheidung der Kommissare, über seinen Ausfallgrund und über seine Erwartungen für die kommenden Rennen.

Frage: "Sebastian, du warst vor dem Start recht optimistisch. Wie fing das Rennen an?"
Sebastian Vettel: "Der Start war wieder nicht so gut. Ich hatte wieder Probleme mit der Kupplung und bin nicht gut weg gekommen. Deswegen konnte ich in die erste Kurve rein keinen Stich machen. Immerhin konnte ich meinen Platz behaupten. Da kam ich an Michael (Schumacher; Anm. d. Red.) vorbei. Ich kam dann eigentlich ganz gut ins Rennen, aber es war klar, dass wir auf der Geraden nicht würden mithalten können. Wir wussten natürlich auch, dass das hinten raus nicht besser wird."

"Alles in allem haben wir meiner Meinung nach das Beste draus gemacht. Die Pace war nicht ganz so schlecht, wenn man bedenkt, dass der Speed nicht da war. Wir haben um den Platz gekämpft, der mehr oder weniger drin war. Auf den anstehenden Strecken gibt es keine solch langen Geraden. Wir sollten dort nicht so viel verlieren wie hier."

Bewusst kein Kommentar zur Durchfahrtsstrafe

Frage: "Wie beurteilst du das Duell gegen Fernando Alonso in der Curva Grande? Geht die Durchfahrtsstrafe für dich in Ordnung?"
Vettel: "Die Entscheidung ist in dem Moment getroffen und man muss sie so hinnehmen. Ich glaube nicht, dass wir da von einem Ferrari-Bonus sprechen können. Solche Worte möchte ich nicht in den Mund gelegt bekommen. Ich bin hier für den Sport, aber natürlich war ich in dem Moment sehr sauer. Ich habe das vielleicht anders gesehen, aber was will man da machen? Im vergangenen Jahr habe ich das nicht kommentiert und ich werde es auch in Zukunft nicht kommentieren. Das ist nicht meine Art und fertig. Machen wir weiter."

Frage: "Hast du Fernando anschließend vorbeigelassen oder konntest du ihn dann einfach nicht mehr halten?"
Vettel: "Aus seiner Sicht gab es keine Eile. Sie waren auf der Geraden schneller als wir. Natürlich habe ich versucht, mich so lange wie möglich zu wehren. Wäre er schon beim ersten Mal direkt innen durch, wäre er eh vorbei gewesen. Ich glaube, dass man sehen konnte, dass wir nicht schnell genug waren, um wirklich dagegen zu halten."

Defekte Lichtmaschine kostet wichtige Punkte

Frage: "Was war der Ausfallgrund bei dir?"
Vettel: "Lichtmaschine. Genau das gleiche Problem wie am Samstagvormittag. Ich bekam ungefähr 200 oder 300 Meter vorher den Funkspruch, dass ich anhalten muss."

Frage: "Warum kam der Funkspruch zu deinem Problem erst zu deinem Teamkollegen Mark Webber? Ist das so üblich?"
Vettel: "Ich weiß jetzt nicht, ob er auch einen Funkspruch bekam und ob er zum Schluss das gleiche Problem hatte. Das hat uns natürlich hart getroffen. Wir stellen dann aber das Auto lieber ab, um den Motor für die nächsten Rennen am Leben zu halten."

Frage: "Besteht jetzt eine gewisse Unsicherheit, da Mark ebenfalls ausgefallen ist?"
Vettel: "Unsicherheit ist eigentlich egal. Ich stehe hier, während draußen noch gefahren wird. Natürlich ist es schade. Es wären heute wichtige Punkte gewesen. Wir haben uns heute nicht leicht getan. Auf der Geraden waren wir zu langsam, aber so ist das. Bei manchen Rennen ist man einfach nicht schnell genug. Dann ist es trotzdem wichtig, maximale Punkte mitzunehmen. Leider ist uns das heute ganz zum Schluss aufgrund der Zuverlässigkeit nicht gelungen."

Frage: "Wie lange dauert es, bis der Ärger verflogen ist?"
Vettel: "Die Enttäuschung ist natürlich da, aber es geht weiter. Wir glauben weiter dran. An der Situation hat sich nichts geändert. Auch heute haben wir wieder gesehen, dass noch ganz viel passieren kann. Auch andere sind ausgefallen. Wir wissen, dass wir ans uns arbeiten müssen und wir wissen, dass wir noch nicht schnell genug sind. Das gilt vor allem für eine Strecke wie diese hier. Das ist aber kein Grund, irgendwas zu ändern. Wir arbeiten weiter und ich glaube, unsere Chance ist nach wie vor sehr, sehr gut."

Fotoquelle: xpbimages.com

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