Williams-Chefingenieur Mark Gillan hofft auf ein Ende der Durststrecke

Formel 1 2012

— 12.09.2012

Gillan: "Diesmal war unser Tempo nicht so gut"

Williams-Chefingenieur Mark Gillan erklärt, warum Pastor Maldonado und Bruno Senna in Monza nur einen Punkt einfuhren und was er sich von Singapur erhofft



Williams ging durch die Rückversetzung von Pastor Maldonado in der Startaufstellung um zehn Plätze mit denkbar ungünstigen Voraussetzungen in das Monza-Wochenende. Im Rennen kam dann auch noch Pech dazu, als Bruno Senna von Force-India-Pilot Paul di Resta im Zweikampf von der Strecke gedrängt wurde. Dennoch rettete der Brasilianer ein Pünktchen, weil Daniel Ricciardo in der Zielkurve der Sprit ausging. Maldonado kam unmittelbar hinter seinem Teamkollegen ins Ziel. Im Interview analysiert Chefingenieur Mark Gillan den Grand Prix von Italien und macht einen Ausblick auf Singapur.

Frage: "Mark, wie würdest du die Performance des FW34 in Monza zusammenfassen?"
Mark Gillan: "Allgemein war unser Tempo nicht ganz so gut wie bei einigen anderen Rennen, aber es war schön zu sehen, wie beide Fahrer während des Rennens hart gepusht haben. Beide hatten gute Starts, und am Ende kamen wir, wenn man beide Fahrer mit einbezieht, 14 Plätze vor unseren Startpositionen ins Ziel. Bruno holte als Zehnter einen Punkt, und Pastor landete als Elfter gleich dahinter, nachdem er von Platz 22 losgefahren war."

Frage: "Inwiefern haben die trockenen Bedingungen beim Freitag-Training dem Team bei seinen Vorbereitungen geholfen?"
Gillan: "Erstmals seit langem hatten wir ein durchgehend trockenes Wochenende, was uns erlaubt hat, das gesamte Setup- und Testprogramm als Vorbereitung für Qualifying und Rennen abzuschließen. Wir haben unterschiedliche Abtriebniveaus, mechanische Setups, Benzinmengen und Reifen bei kürzeren und längeren Runs evaluiert."

Frage: "Inwiefern hat das Wissen über Pastors Rückversetzung um zehn Startplätze eure Herangehensweise an das Wochenende bei seinem Auto beeinflusst?"
Gillan: "Es hat unsere Herangehensweise in keinster Weise beeinflusst."

Frage: "Der Verschleiß der Reifen war in Monza ein größeres Problem, als viele dachten. Habt ihr wie andere Teams an extremen Verschleißerscheinungen an der Innenschulter des Reifens gelitten?"
Gillan: "Ja, der Verschleiß an der Innenschulter war bei uns am Wochenende höher als erwartet, aber wir hatten es während des Rennens im Griff."

Frage: "Ihr habt die Reifenstrategien gesplittet - Bruno machte einen und Pastor zwei Stopps. Welche Strategie war schließlich besser?"
Gillan: "Ohne das Limit durch den Reifenverschleiß wäre eine Einstoppstrategie in Monza schneller, aber Pastor hatte in seinem ersten Stint einen schleichenden Plattfuß, wodurch seine Möglichkeiten in Sachen Strategie begrenzt waren."

Frage: "Inwiefern hat der Zwischenfall mit Paul di Resta Brunos Rennen beeinträchtigt?"
Gillan: "Bruno hat bei diesem Zwischenfall ziemlich viel Zeit verloren, und da das Reifenmanagement bei diesem Rennen entscheidend war, war dieser Ausflug keine gute Nachricht, denn er kann die Rundenzeiten des gesamten Stints beeinflussen."

Frage: "Jetzt steht Singapur auf dem Programm. Was können wir vom FW34 auf dem Marina Bay Circuit erwarten?"
Gillan: "Jedes Mal, wenn wir zu einem Rennen kommen, rechnen wir mit Punkten und sind dann enttäuscht, dass der Erfolg ausbleibt. Singapur ist ein langes, hartes Rennen und der Auftakt zu den sieben Überseerennen am Ende der Saison. Das gesamte Team freut sich auf das Rennen und will ein gutes Ergebnis abliefern."

Fotoquelle: xpbimages.com

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