Romain Grosjean war in Monza zum Zuschauen verdammt

Formel 1 2012

— 15.09.2012

Grosjean wird Räikkönen im WM-Kampf nicht helfen

Romain Grosjean liegt in der WM zwar deutlich hinter Teamkollege Kimi Räikkönen, im Titelkampf helfen will er dem Finnen trotz aller Bewunderung allerdings nicht



Romain Grosjean musste das vergangene Rennwochenende in Monza auslassen. Grund dafür war eine Sperre, die nach dem Startunfall von Spa-Francorchamps gegen den Franzosen ausgesprochen worden war. Grosjean hatte beim Start Lewis Hamilton abgedrängt, der wiederum dessen Lotus auf den Ferrari von Fernando Alonso schob. Der schwarze Bolide von Grosjean verfehlte dabei den Helm Alonsos nur knapp. Da Grosjean wiederholt durch Manöver dieser Art aufgefallen war, sperrte ihn die Rennleitung für den Italien Grand Prix.

Die unbeabsichtigte rennfreie Zeit ließ Grosjean allerdings nicht ungenutzt: Er reiste nach Italien und verfolgte das Rennwochenende aus der Box, beziehungsweise von der Boxenmauer aus. Er konnte sich dabei einiges von Teamkollege Kimi Räikkönen abschauen, der am Wochenende mit Platz fünf bis auf einen Zähler an den WM-Zweitplatzierten Lewis Hamilton herankam.

"Ich kann immer noch sehr viel von Kimi lernen", so Grosjean. "Er verfügt über sehr viel Erfahrung. Er ist einfach ein fantastischer Teamkollege, der einen extrem fordert. Er ist unglaublich schnell und hat viele Qualitäten, die ich erst noch entwickeln muss. Er ist zudem in der Lage, sich während eines Rennwochenendes in kurzer Zeit voll und ganz auf seinen Job zu konzentrieren."

Trotz des ganzen Lobes für seinen Teamkollegen, darf Räikkönen offenbar nicht auf Schützenhilfe seitens Grosjean hoffen: "Ich werde bei den restlichen Saisonrennen nicht die Unterstützerrolle spielen", stellt Grosjean klar. "Wenn ich die Möglichkeit sehe, aufs Podium zu fahren oder sogar zu gewinnen, dann ergreife ich sie auch."

Grosjean fügt hinzu: "Natürlich möchte ich, dass das Team das bestmögliche Ergebnis erreicht und wenn man sich den Punkteunterschied von mir und Kimi anschaut, dann wäre es dumm von mir, nur an meine Ergebnisse zu denken. Hoffen wir einfach, dass sowohl ich, Kimi als auch das Team bei den restlichen Grands Prix gut abschneiden werden."

In der Fahrerwertung liegt Grosjean nicht zuletzt aufgrund seiner Zwangspause nur auf Platz acht, während Räikkönen nur einen Zähler hinter dem WM-Zweiten Lewis Hamilton auf Position drei liegt. Grosjean präsentierte sich vor allem in der ersten Saisonhälfte in einer starken Verfassung, war im Qualifying mehrfach schneller als sein finnischer Teamgefährte. Seitdem ließ die Leistung des amtierenden GP2-Meisters etwas nach, wie er selbst einräumt.

"Seit Hockenheim bestand zwischen mir und dem Auto nicht mehr dieselbe Verbindung wie vorher", erklärt Grosjean. "Zu Saisonbeginn fühlte ich mich sehr wohl im Auto und beim Rennen in Valencia war das Fahrgefühl einfach fantastisch." Die Gründe für den Leistungseinbruch kann Grosjean noch nicht ausmachen: "Ob es an den Reifen, dem Setup oder meinem Fahrstil liegt, kann ich nicht zu hundert Prozent sagen. Wir müssen das alles analysieren. Ich bin aber optimistisch, das Gefühl fürs Auto in Singapur wiederzufinden und es für den Rest der Saison beizubehalten."

Fotoquelle: xpbimages.com

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