Heinz-Harald Frentzen traut sich persönlich keine Formel-1-Rennen mehr zu

Formel 1 2012

— 16.09.2012

Frentzen: "So kann Michael nicht aufhören"

Heinz-Harald Frentzen sieht die Zeit für einen Rücktritt Michael Schumachers noch nicht gekommen - "Michael und Mercedes werden nochmal versuchen, zu gewinnen"



Neun Jahre ist es nun her, dass Heinz-Harald Frentzen sein letztes Formel-1-Rennen bestritt. Nach der Saison 2003 trat der damals 36-Jährige aus der Königsklasse zurück. Zuvor hatte der Mönchengladbacher insgesamt 157 Grands Prix bestritten, unter anderem für Williams, Jordan und Sauber, und drei davon gewonnen.

Nach drei Jahren in der DTM bestritt Frentzen unter anderem die 24 Stunden von Le Mans und trat außerdem mit einem selbstkonzipierten Superhybrid-Boliden beim 24-Stunden-Klassiker auf der Nürburgring-Nordschleife an. Seit 2011 startet der heute 45-Jährige bei den ADAC GT-Masters. Mehr traut sich der Vize-Weltmeister von 1997 offenbar auch nicht mehr zu.

"Ich bin in einem Alter, wo man genau überlegen muss, wie lange man noch Motorsport macht", so Frentzen gegenüber dem 'Express'. "So lange man sich gut fühlt und gut gucken kann, kann man auch noch weiter machen. Aber wenn ich beim Motorsport bleibe, dann beim GT3-Level. Alles was darüber ist, würde ich nicht mehr machen."

Eine Rückkehr in die Formel 1, wie sie sein langjähriger Konkurrent Michael Schumacher sie 2010 vollzog, käme für Frentzen nicht in Frage: "Ein, zwei Runden zu fahren würde ich mir schon noch zutrauen. Aber ernsthaft müssen wir darüber nicht reden. So alte Knacker fahren nicht mehr Formel 1. Da müsste ein Teamchef schon gehirnamputiert sein, wenn der mich jetzt deswegen anruft."

Bei Schumacher sei das etwas andere, weil "Michael noch gut dabei ist. Dass er sich das einfacher vorgestellt hat, das wissen wir auch. Sein Auto ist nicht das beste der Formel 1. Aber er hat den Ehrgeiz, dass er das durchziehen wird."

Derzeit ist noch offen, ob Schumacher seine zweite Formel-1-Karriere bei Mercedes fortsetzen oder erneut in den Ruhestand gehen wird. Im Gespräch als Schumacher-Nachfolger ist vor allem Lewis Hamilton, der seinen Vertrag bei McLaren bislang noch nicht verlängerte. Bislang reichte es für Schumacher seit dem Comeback nur zu einem Podestplatz und einer durch eine Strafe aberkannten Pole in Monaco.

In den Augen Frentzens sei die Zeit für einen Rücktritt Schumachers noch nicht gekommen: "So kann er auf jeden Fall nicht aufhören", sagt Frentzen. "Michael und Mercedes werden sich noch mal hinsetzen und schauen, ob sie ein Auto fürs Gewinnen hinkriegen. Es fehlt ja nicht viel. Er wird alles versuchen um das zu erreichen."

Fotoquelle: xpb.cc

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