Di Resta hofft nach Startplatz drei in Monza, wieder vorne dabei zu sein

Formel 1 2012

— 17.09.2012

Bitte nicht stören: Force India will ausschlafen und punkten

Paul di Resta und Nico Hülkenberg freuen sich auf die besondere Atmosphäre in Singapur, erwarten aber ein langes und anstrengendes Rennen



In der Formel-1-Saison 2012 sind die Formkurven der einzelnen Teams von einem ständigen Auf und Ab gekennzeichnet. Bestes Beispiel: Force India. Nachdem die Vijay-Mallya-Truppe einen durchwachsenen Start in das Jahr erwischte, kamen Paul di Resta und Nico Hülkenberg zuletzt in Form. Der Schotte hofft, dass sich dieser Trend beim Singapur-Grand-Prix am Wochenende fortsetzt: "Wir haben schon gesehen, dass das Auto in der laufenden Saison auf Straßenkursen stark ist."

Di Resta erinnert an das vergangene Jahr, als er mit einem langen Stint auf der härteren Pirelli-Mischung auf Rang acht fuhr: "Ich hatte ein gutes Rennen", meint er und freut sich auf das Flutlicht, dass er im Auto schnell vergisst. "Man nimmt gar keine Notiz davon, so gut ist es. Es ist fast besser als am Tag bei bewölktem Himmel zu fahren. Man gewöhnt sich wirklich schnell daran", schildert der 26-Jährige die Sichtverhältnisse auf dem Marina Bay Street Circuit.

Wenn das Zimmermädchen zweimal klopft

Auch Hülkenberg, der zuletzt 2010 im Williams in Singapur fuhr, ist von den erleuchteten Straßen angetan: "Es war eine Megaerfahrung. Die ganze Atmosphäre im Paddock und die Arbeit bei Nacht ist ein Spaß, weil sie eine schöne Abwechslung darstellt", erklärt der Emmericher, der mit dem Dasein als Nachteule so seine Probleme hat: "Wir bleiben auf europäischer Zeit, der Körper im Rhythmus - obwohl es sich schon merkwürdig anfühlt, ins Bett zu gehen, wenn die Sonne aufgeht."

Sein Teamkollege, der in Singapur um sechs Uhr zu Bett geht und um 14 Uhr aufsteht, findet das "nicht schwierig", kennt aber die Tücken der Reise: "Das Wichtigste ist, den richtigen Flug auszuwählen, um zur richtigen Tageszeit anzukommen", weiß di Resta, der das rote Türschild mit der Aufschrift "Bitte nicht stören" immer parat hat: "Man muss sichergehen, dass das Hotelpersonal nicht um neun Uhr an die Tür klopft, weil man noch fünf Stunden weiterschlafen muss."

Hohe Temperatur, langes Rennen

Für Hülkenberg besteht die besondere Herausforderung auch im Klima: "Für mich ist Singapur das härteste Rennen des Jahres - physisch und psychisch", erklärt er. "Ich denke, das liegt daran, dass die Strecke 23 Kurven hat und es eines der längsten Rennen des Jahres ist - immer nahe an der Zwei-Stunden-Grenze. Die hohen Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit stecken dir nach dem Rennen in den Knochen", pustet der Deutsche durch.

Die Strecke beschreibt er so: "Es ist eine sehr lange Runde mit einigen kniffligen Bodenwellen und Randsteinen. Man muss nahe an die Mauern heranfahren, um schnell zu sein. Die perfekte Runde hinzubekommen ist nicht einfach." Obwohl es sich um einen eher ungewohnten Linkskurs handelt, erkennt Hülkenberg keine besondere Belastung der Muskulatur: "Es geht gegen den Uhrzeigersinn, obwohl es das Genick nicht so sehr beansprucht wie etwa in Interlagos."

Fotoquelle: xpbimages.com

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