Norbert Haug, Michael Schumacher, Nico Rosberg, Ross Brawn und der Rennmotor

Formel 1 2012

— 18.09.2012

"Downsizing" hin oder her: "Wir haben eine gute Formel"

Die Rennmotoren im Heck der Formel-1-Autos stellen auch über 2014 hinaus ein wichtiges Element des Gesamtpakets dar - Innovationen gibt es immer



Überhören kann man sie nicht, doch um die Rennmotoren der Formel 1 ist es in den vergangenen Jahren trotzdem immer stiller geworden. Was natürlich hauptsächlich daran liegt, dass die Aggregate keine so intensive Weiterentwicklung mehr erfahren, wie das noch vor rund einem Jahrzehnt der Fall war. Inzwischen sind die Motoren "eingefroren" und erbringen durch die Bank eine ähnliche Leistung.

Das ist zumindest der Eindruck, den Mercedes-Teamchef Ross Brawn gewonnen hat. In den Augen des Briten spielt das Triebwerk im Heck eines Rennwagens aber noch immer eine sehr große Rolle: "Der Motor ist nach wie vor einer der Eckpunktpunkte bei der Leistung eines Formel-1-Autos. Das ist etwas in Vergessenheit geraten. Weil die Triebwerke homologiert sind, reden wir nicht so oft darüber."

"Spannend wird es aber zur Saison 2014. Dann werden wir eine bessere Balance zwischen Auto, Motor und dergleichen haben", meint Brawn. Im übernächsten Rennjahr hält schließlich ein neues Reglement Einzug, das den Einsatz von 1,6-Liter-V6-Motoren vorsieht. Die bisherigen V8-Motoren werden im Anschluss an die Saison 2013 in Rente geschickt und das "Downsizing" tritt in Kraft.

Genau abgesteckt ist der Umstieg allerdings noch nicht, wie Mercedes-Sportchef Norbert Haug erklärt: "Die finalen Gespräche laufen und die Hersteller stehen in einem konstruktiven Dialog." Man brauche aber keine Angst davor zu haben, dass die Formel 1 durch das veränderte Motorenkonzept an Reiz verliere. Dies hätten die Regelneuerungen der jüngeren Vergangenheit schließlich gezeigt.

"Die aktuelle V8-Motoren-Generation beweist, dass mit einer sinnvollen Menge an Geld gute Arbeit geleistet wurde. Man muss bedenken: Als man vor ein paar Jahren erstmals über ein Drehzahl-Limit nachdachte, wurde man schon schief angeschaut. Ich denke aber, das hat gut funktioniert", sagt Haug. "Es ist eine gute Möglichkeit, um Geld zu sparen. Wir haben noch immer eine gute Formel."

"Und ich sehe nicht, weshalb das mit dem neuen Motorenkonzept nicht genauso sein sollte", meint der Mercedes-Sportchef. Zumal laut Brawn ohnehin ein gewisses Entwicklungsfenster bleibt. "In der Formel 1 kannst du Innovationen nicht verhindern. Da können die Regeln noch so streng sein", sagt Brawn. Und deshalb arbeitet Mercedes schon auf Hochtouren für 2014. Haug: "Bisher läuft es gut."

Fotoquelle: xpb.cc

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