Formel 1 in der Dunkelheit: Singapur bleibt dem Rennkalender bis 2017 erhalten

Formel 1 2012

— 22.09.2012

Neuer Rennvertrag für Singapur: Bis 2017 im Kalender

Die Zukunft des einzigen Formel-1-Nachtrennens ist gesichert: Bernie Ecclestone und die Veranstalter einigten sich auf einen neuen Rennvertrag bis 2017



Singapur darf aufatmen - und mit dem asiatischen Stadtstaat auch viele Formel-1-Fans. Denn die Zukunft des einzigen Nachtrennens im Kalender der Königsklasse ist gesichert. Am Samstag einigten sich Formel-1-Chef Bernie Ecclestone und die Veranstalter des Flutlicht-Grand-Prix auf einen neuen Rennvertrag, der die Formel 1 bis einschließlich 2017 auf dem Marina Bay Circuit gastieren sieht.

"Wir alle lieben es, hier zu sein. Deshalb haben sich die Verhandlungen natürlich schwierig gestaltet. Wir werden aber weitere fünf Jahre lang hier antreten", erklärt Ecclestone nach der Unterzeichnung des neuen Kontrakts. Wie schon beim Debüt von Singapur in der Saison 2008, so hat auch der neue Vertrag eine Laufzeit von fünf Jahren. Wie hoch die Renngebühren ausfallen, ist nicht bekannt.

Laut Branchenmonitor 'Formula Money' ließ sich Singapur das Formel-1-Spektakel umgerechnet bis zu 40 Millionen Euro kosten. Unter dem neuen Rennvertrag sollen die Gebühren um etwa 30 Prozent sinken. Singapur gibt aber trotzdem viel Geld für den Grand Prix aus: rund einhundert Millionen Euro pro Jahr - wie schon in den vergangenen vier Saisons -, um internationale Besuche zu fördern.

Diese Investition habe seit 2008 dazu geführt, dass Singapur an den Rennwochenenden insgesamt 150.000 ausländische Gäste begrüßen konnte. Und die örtlichen Veranstalter sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis: "Die Formel 1 ist gut für Singapur. Singapur ist auch gut für die Formel 1. Wir haben dem Sport ein neues Spektakel eingebracht - das Nachtrennen. Vor einer interessanten Kulisse."

Das sagen Innen- und Wirtschaftsminister von Singapur, S Iswaran, sowie Ong Beng Seng als Sprecher der Grand-Prix-Organisation von Singapur und Lionel Yeo, der Geschäftsführer des Tourismusverbands.

Die Regierung des Stadtstaats steht übrigens hinter dem Grand Prix und trägt rund 60 Prozent der Kosten, wie die Organisatoren im Rahmen einer Pressekonferenz verlauten lassen. Weil die Formel 1 den Tourismus in Singapur wesentlich ankurble, heißt es weiter. Ecclestone nimmt als dies mit Humor: "Sie meinen es ernst. Ihr merkt das, wenn ihr nachher für euren Platz im Pressezentrum bezahlt."

Über die finanziellen Bedingungen seines neuen Deals spricht er aber nicht gern. "Ich denke, solche Fragen sollte man nicht stellen. Ein Gentleman spricht nie über Geld und nicht über die vergangene Nacht", sagt der 81-Jährige in seiner typisch trockenen Art. Ob Singapur auf absehbare Zeit der einzige Grand Prix unter Flutlicht bleibt, ließ Ecclestone am Samstag von Singapur übrigens offen.

"Das Problem ist: Wir haben etwas begonnen, was ungeheuer populär ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch andere Leute etwas dergleichen auf die Beine stellen wollen. Ich weiß aber nicht, ob uns das zusagt oder nicht", meint der Formel-1-Chef und merkt an: "Mit Singapur sind wir mehr als zufrieden. Wir sind stolz darauf, dass sie sich dazu entschlossen haben. Wir fahren aber halt nicht gratis."

Fotoquelle: Marussia

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