Bekam ein Sonderlob von Technikchef James Key: Neuling Jean-Eric Vergne

Formel 1 2012

— 22.09.2012

Toro Rosso: Es war mehr drin, aber nicht viel

Beide Toro-Rosso-Piloten schafften nach einem enttäuschenden Freitag in Singapur eine Steigerung: Daniel Ricciardo im Qualifying knapp vor Jean-Eric Vergne



Im Lager von Toro Rosso hat man nach einem enttäuschenden ersten Trainingstag in Singapur die passenden Schlüsse gezogen. Am Samstag präsentierte sich das Team besser, die Piloten waren mit ihren Fahrzeugen zufrieden. Im Qualifying schafften es Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne auf die Startplätze 15 und 16. Vor allem beim Australier war aber womöglich noch mehr drin. Im ersten Qualifikationsabschnitt hatte Ricciardo mit Platz sieben aufhorchen lassen.

"Mit meiner schnellsten Runde in Q1 war ich besser zufrieden als mit meinem Versuch in Q2. Ich hatte eigentlich gedacht, dass ich etwas weiter vorne landen könnte - vielleicht sogar vor beiden Sauber-Piloten. Unsere Position ist aber nicht so schlecht. Ich würde sagen, dass wir Fortschritte machen", sagt Ricciardo. "Dank der guten Arbeit über Nacht war das Auto im dritten Freien Training deutlich besser als am Vortag. Ich hoffe, dass wir morgen ein schönes Rennen abliefern können. Auf dieser Strecke kann alles passieren - das wissen wir."

"Wenn man bedenkt, dass ich erstmals in Singapur fahre, dann ist meine Leistung in Ordnung", erklärt Vergne nach der Zeitenjagd. "Seit Monza habe ich immer wieder Nackenschmerzen. Aber ich habe es recht gut in den Griff bekommen, somit konnte ich die Schläge auf Randsteinen und Bodenwellen ganz gut ertragen." Der junge Franzose lag am Ende von Q2 nur 0,075 Sekunden hinter seinem erfahrenen Teamkollegen.

"Dass ich in der gleichen Zehntelsekunde liege wie mein Teamkollege, der hier schon einmal gefahren ist, lässt mich zufrieden auf meine Leistung schauen. Vor allem, wenn man sieht, dass ich gestern noch eine Sekunde langsamer war als er", freut sich Vergne. "Morgen wird es ein langes Rennen. Ich erwarte, dass ich mich weiter steigern kann. Wir müssen aus den sich bietenden Möglichkeiten das Beste machen."

"Nach den Freitagstrainings mussten wir unsere Richtung überdenken. Vor allem bezüglich der superweichen Reifen bei Daniel und der Bremsstabilität bei Jean-Erics Auto", sagt der neue Toro-Rosso-Technikchef James Key. "Er ist erstmals hier in Singapur unterwegs, er musste demnach sehr viel lernen."

"Am Abend haben beide Piloten gemeinsam mit ihren Ingenieuren gute Arbeit geleistet. Vor allem Jean-Erics Auto war im dritten Training deutlich besser ausbalanciert", so der Brite. "Im Qualifying hätten wir vielleicht etwas weiter vorne sein können, der Einzug in Q3 war aber sehr unwahrscheinlich. Es fehlen uns aber nur wenige Zehntel auf die Konkurrenten vor uns."

"Es ist ein langes und stets ereignisreiches Rennen. Wir wollen unseren guten Rennspeed ausspielen", nennt Key seine Erwartungen für den Sonntag. "Was ist besonders gut finde: Unsere Piloten haben sich im bisherigen Verlauf des Wochenendes keine Fehler geleistet. Gut gemacht! Vor allem Kompliment an Jean-Eric, der diese Strecke sehr schnell in den Griff bekommen hat."

Fotoquelle: Toro Rosso

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