Arbeit für Ferrari: Alonso braucht einen F2012, mit dem er wieder siegen kann

Formel 1 2012

— 24.09.2012

Ferraris Plan: Schnell zuverlässiger und zuverlässig schnell

Teamchef Domenciali will Alonso wieder ein siegfähiges Auto zur Verfügung stellen, misst aber auch der Defektfreiheit eine wichtige Rolle bei



29 Punkte Vorsprung und trotzdem unter Druck: Die Lage im Titelkampf ist für Fernando Alonso nach Rang drei am Sonntag in Singapur und dem Sieg Sebastian Vettels nicht komfortabler geworden. Das weiß auch Stefano Domenicali: "Es ist fundamental wichtig, Fernando ein unter bestimmten Bedingungen verbessertes Auto zu geben", unterstreicht der Ferrari-Teamchef. Ein Experiment mit einem neuen Heckflügel scheiterte gründlich, doch das soll nicht das Ende der Mühen gewesen sein.

Domenciali glaubt, dass nur Grand-Prix-Erfolge den Weg des Spaniers zur Formel-1-Krone ebnen: "Wir müssen sicherstellen, dass er bis zum Saisonende wieder gewinnen kann - sonst wird es schwierig mit dem WM-Titel", betont der Italiener, der das Heft des Handelns nicht aus der Hand geben will. "Dann müssten wir uns auf die Probleme der anderen verlassen, was zur Zeit nicht das Richtige ist." Aber es klappte in Monza und Singapur, als Vettel und Lewis Hamilton ausfielen.

Motorenbegrenzung belastet Teams zusätzlich

Das zieht Domenicali ins Kalkül, wenn es um die eigenen Ambitionen geht: "Die Zuverlässigkeit ist für mich der wichtigste Aspekt am Saisonende. Wir wissen, dass wir in Monza Probleme hatten und dass es in Singapur weitere gegeben haben könnte. Wir müssen also abwarten, aber diese Sache genießt Priorität." Den Gewinn des WM-Titels ohne einen weiteren Grand-Prix-Erfolg nennt der Ferrari-Verantwortliche deshalb nicht unmöglich: "Weil man niemals nie sagen darf."

Und so ist die Konstanz doch wieder wichtiger als Topresultate auf Kosten von Totalausfällen. "Punkte sind das, worauf es ankommt. Wer zu diesem Zeitpunkt Probleme mit der Zuverlässigkeit hat, zahlt dafür einen hohen Preis", erklärt Domenicali das Dilemma, das durch die Begrenzung der V8-Triebwerke zusätzliche Brisanz erhält. "Nicht zu vergessen, dass wir uns in einer Situation befinden, in der für alle die Motoren knapp werden. Da ist Laufzeit wichtig."

Alonsos eiserne Nerven sprechen für ihn

Einen weiteren Trumpf der Scuderia nennt Marc Surer - und der kommt aus Oviedo. "Anfang des Jahres haben wir den wahren Alonso in seiner Topform erlebt. Er hat mit einem schlechten Auto Rennen gewonnen, hat die Punkte mitgenommen, wenn er nicht gewinnen konnte, hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen", lobt der 'Sky'-Experte den Doppelweltmeister und erinnert an den Grand Prix in Malaysia.

Damals holte Sauber-Pilot Sergio Perez bei schwierigen Bedingungen auf abtrocknender Strecke zwei Sekunden pro Runde auf den in Führung liegenden Ferrari auf und hing im Diffusor des roten Renners. Und kam trotzdem nicht vorbei: "Alonso hat keinen Fehler gemacht, sondern Perez. Das ist für mich der typische Alonso, der cool bleibt, wann immer es eng wird", so Surer über die Nervenstärke des Tabellenführers.

Fotoquelle: xpbimages.com

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