Daniel Ricciardo war beim Grand Prix in Singapur einer der "Helden der Nacht"

Formel 1 2012

— 25.09.2012

Ricciardo: Triumph über Webber ein "kleiner Bonus"

Was es für Daniel Ricciardo bedeutet, Mark Webber im Red-Bull-A-Team besiegt zu haben, und wieso seine Chancen steigen, auch 2013 für Toro Rosso zu fahren



Daniel Ricciardos Prophezeiung ging auf: Der "Aussie" hatte vor dem Wochenende gemeint, dass Punkte in Singapur möglich sind - und wenn schon nicht aus eigener Kraft, dann mit Hilfe des Safety-Cars. Und siehe da - nun steht der Toro-Rosso-Pilot tatsächlich mit zwei WM-Zählern da. Als das Safety-Car nach Narain Karthikeyans Crash auf die Strecke fuhr, spürte Ricciardo, dass seine Chance gekommen war.

"Ich ersten Stint waren wir überhaupt nicht schnell", gibt er gegenüber 'The Age' zu. "Dennoch blieben wir auf unserer Zweistoppstrategie. Unser Tempo war bestenfalls durchschnittlich, also wusste ich, dass es ein langes Rennen werden würde und alles passieren kann." Beim ersten Boxenstopp verstellte das Team den Frontflügel, und die Performance wurde dadurch besser: "Das Auto war noch immer nicht leicht zu fahren, aber als das Safety-Car herauskam wusste ich, dass wir jetzt eine ernsthafte Chance haben."

Wie Ricciardo Webber besiegte

Plötzlich fanden sich beide Toro-Rosso-Piloten in den Punkterängen wieder - nachdem Jean-Eric Vergne Opfer von Michael Schumachers Blackout war, musste Ricciardo die Ehre der Italiener retten. Das tat er mit einer starken Verteidigungsschlacht gegen Mark Webber und Bruno Senna: "Das Ende war schön. Ich konnte zwar Massa nicht halten, aber ich war ziemlich zufrieden damit, die anderen Jungs hinter mir zu halten."

Dass er sich ausgerechnet gegen Webber im Boliden des Red-Bull-A-Teams durchgesetzt hat, ist für Ricciardo "ein kleiner Bonus": "Natürlich waren seine Rundenzeiten sehr stark, bevor er mich einholte. Daher wusste ich nicht, wie leicht es sein würde, ihn hinter mir zu halten, ich wusste aber, dass es auf dieser Strecke nur ein paar Überholmöglichkeiten gibt. Ich wusste auch, dass ich ihm das Leben schwer machen könnte, wenn ich diese Passagen jedes Mal hinkriege und meine Linie fahre."

Ricciardo für 2013 zuversichtlich

Der neunte Platz hat für Ricciardo auch einen besonders hohen Stellenwert, weil es sich seiner Meinung nach um das "schwierigste Rennen der Saison" handelte. Und auch das Team scheint Fortschritte zu machen: "Seit der Sommerpause wurden wir Neunter in Spa, waren in Monza ganz nahe an Platz zehn dran und haben jetzt weitere Punkte geholt - die zweite Saisonhälfte sieht also bisher sehr gut aus."

Das könnte sich auch positiv auf Ricciardos Zukunft in der Formel 1 auswirken: "Zumindest, wenn wir noch ein paar Mal solche Ergebnisse einfahren - dann sind wir definitiv auf dem richtigen Weg, den Platz zu sichern." Ganz zufrieden ist er dennoch nicht: "Ich war mit dem Qualifying ehrlich gesagt nicht wirklich glücklich und warte immer noch auf das perfekte Wochenende. Das war aber mit Sicherheit nahe dran."

Fotoquelle: Toro Rosso

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