Formel-1-Boss Bernie Ecclestone muss um sein Rennen vor New York bangen

Formel 1 2012

— 25.09.2012

Ecclestone: "Vertrag mit New Jersey wurde aufgelöst"

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone stellt den Organisatoren in New Jersey die Rute ins Fenster - Am Freitag könnte sich entscheiden, ob das Rennen 2013 stattfindet



Im von Bernie Ecclestone in Umlauf gebrachten Kalenderentwurf für die Saison 2013 war der Grand Prix von Amerika am 16. Juni in New Jersey mit einem Sternchen versehen. Das bedeutet, dass das Rennen nur unter Vorbehalt stattfindet. Dieser Hinweis könnte nun von größerer Bedeutung sein als ursprünglich angenommen, denn der Formel-1-Boss offenbart nun gegenüber dem 'Guardian', dass der Vertrag mit den Organisatoren aufgelöst wurde.

Diese hätten laut Ecclestone "die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Vertrags nicht eingehalten, der nun ohnehin aufgelöst ist. Sie haben keinen Vertrag mehr". Der Vertrag lief ursprünglich über zehn Jahre, die Arbeiten an der Strecke vor der Skyline von New York haben bereits begonnen.

Wird Renngebühr rechtzeitig überwiesen?

Bereits in den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Turbulenzen um das Rennen gegeben, das als Herzensprojekt Ecclestones gilt, schließlich träumte dieser stets von einem Grand Prix in New York. Erst im August ging Tom Cotter - Präsident des Rennens - nach nur acht Monaten von Bord.

Zudem ist man Ecclestone immer noch die vom Betreiber zu entrichtende Renngebühr in Höhe von rund 19 Millionen Euro schuldig, was Zweifel über das Finanzierungsmodell aufkommen ließ. Ecclestone reagierte darauf bereits vor Monaten verschnupft und behauptete, dass das Rennen 2013 nicht stattfinden wird, um den Druck auf Promoter Leo Hindery zu erhöhen. Dieser hatte stets betont, dass man nicht auf öffentliche Gelder zurückgreifen wolle, blieb aber stets die Namen der Geldgeber hinter dem Projekt schuldig.

Auch wenn Ecclestone nun erneut droht, dass das Rennen fallengelassen wird, darf man dies als Schuss vor den Bug der Organisatoren interpretieren. Als Druckmittel bringt er nun andere Nationen ins Spiel, die ebenfalls an einem Grand Prix interessiert sind. "Nach Mexiko wollen wir nach Südamerika gehen", wirft der Brite ein.

Weltratssitzung am Freitag als Deadline

Die Situation erinnert an das Vorjahr, als auch die Organisatoren des Grand Prix der USA in Texas bis zum letzten Moment warteten, ehe die Renngebühr überwiesen wurde. Dieser letzte Moment dürfte dieses Jahr der 28. September - also kommender Freitag - sein, denn dann wird bei der FIA-Weltratssitzung der neue Kalender ratifiziert.

"Wir sind der absoluten Deadline ziemlich nahe", bestätigt Eccestone, dass es für New Jersey fünf vor zwölf ist. "Eine Weltratssitzung steht unmittelbar bevor." Der Formel-1-Boss gibt zu, dass er die Hoffnung noch nicht komplett verloren hat, dass das Rennen doch noch gerettet werden kann: "Wenn sie Unterstützung erhalten, dann könnte es 2013 ausgetragen werden, denn sie sind mit diesem Kurs einen weiten Weg gegangen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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