Monisha Kaltenborn will ihr Team auch für Topfahrer attraktiv machen

Formel 1 2012

— 29.09.2012

Sauber: Keine Eile bei Suche nach Perez-Nachfolger

Sauber will bei der Suche nach einem Nachfolger für Sergio Perez nichts überstürzen und kann sich Gespräche mit Michael Schumacher vorstellen



Spätestens seit gestern steht fest, dass sich Sauber für die kommende Saison auf die Suche nach einem neuen Teamkollegen für Kamui Kobayashi (dessen Zukunft übrigens auch noch völlig offen ist) begeben muss. Nachdem Sergio Perez lange bei Ferrari gehandelt wurde, sicherte sich schließlich McLaren die Dienste des Mexikaners und verpflichtete ihn als Nachfolger von Lewis Hamilton, der zu Mercedes abwandert. Bei der Suche nach einem Nachfolger für Perez will Sauber nichts überstürzen.

"Wir gehen mal davon aus, dass wir vor Suzuka keine Entscheidung in der Fahrerfrage treffen", sagt Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn dem 'Blick'. Überraschend kam der Abgang ihres Schützlings für die 41-Jährige nicht: "Die Situation hat sich nach dem Perez-Transfer für uns ja kaum verändert, da wir irgendwie damit rechnen mussten", so Kaltenborn.

Einer der potenziellen Nachfolger ist auch Michael Schumacher, der nach langem Zögern über seine Zukunft von Mercedes abserviert wurde. Teambesitzer Peter Sauber hatte seinen ehemaligen Juniorfahrer selbst ins Gespräch gebracht und kann sich durchaus vorstellen, den Rekordweltmeister zu verpflichten: "Ich glaube, viele Teams wären interessiert, mit ihm zu sprechen. Auch wir", so Sauber. "Aber noch gab es keinen Kontakt."

Der Weggang von Perez ist für Sauber eine Art Déjà-vu. Bereits mehrfach musste der Schweizer Rennstall einen talentierten Piloten zu einem größeren Team ziehen lassen. So wurden Kimi Räikkönen und Felipe Massa nach ihren ersten Formel-1-Schritten bei Sauber von McLaren beziehungsweise Ferrari abgeworben. Kaltenborn will das Image des Ausbildungs-Teams jedoch gerne ablegen.

"Wir müssen für die Fahrer eine attraktive Plattform werden. Es ist der einzige Weg, der endlich verhindern kann, dass wir Piloten immer nur ausbilden und sie dann an die Konkurrenz verlieren", sagt die Österreicherin. "Der erste Schritt ist diese Saison gemacht worden." Sauber kämpft derzeit mit Mercedes um Platz fünf in der Konstrukteurswertung. Ein möglicher Wechsel Schumachers müsste nicht unbedingt ein Abstieg sein.

Fotoquelle: xpbimages.com

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