Schwitzen für die Fitness: Auch die McLaren-Fahrer trainieren hart

Formel 1 2012

— 01.10.2012

Olympia 2012: Dabei sein war für McLaren nicht alles

Mit welcher Technik das Team die britischen Sportler in London unterstützte und wie Woking Menschen helfen will, chronische Krankheiten zu bekämpfen



29 Mal Gold, 17 Mal Silber und 19 Mal Bronze: Die Olympischen Sommerspiele in London bescherten den Sportlern aus Großbritannien Medaillen en masse und daran hatte McLaren seinen Anteil. Mit für Formel-1-Fahrer entwickelter Biotelemetrie unterstützte das Team aus Woking die Radfahrer, Ruderer, Segler und Kanuten bei ihrer Vorbereitung. Technik der "Chrompfeile" wurde eingesetzt, um Leistungsdaten zu erheben und so individuelle Trainingspläne und Rennstrategien zu entwickeln.

Caroline Hargrove erklärt, was dahintersteckt: "Der menschliche Körper ist eine Maschine und wir können seine Leistung in Echtzeit darstellen - wie bei einem Formel-1-Rennwagen", meint die Direktorin des entsprechenden McLaren-Programms. In Zusammenarbeit mit Vodafone wurden großen Datenmengen an die Trainer übertragen. "Die Systeme, die wir bei den Grands Prix verwenden, wo in Sekundenschnelle entschieden wird, können rennentscheidend sein", weiß Hargrove.

Es bedeutete nur ein kleiner Schritt, die Erkenntnisse in andere Bereiche zu übertragen. "Jetzt waren wir dazu in der Lage, das gleiche Wissen im Radsport anzuwenden, wo der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ebenfalls winzig sein kann", meint Hargrove und erhält das Lob des Forschungschef des britischen Sportbundes: "Wir arbeiten mit den besten Wissenschaftlern zusammen, um den Athleten jede Unterstützung, die nötig ist, zukommen zu lassen, damit sie ihr volles Potenzial abrufen", betont Scott Drawer.

In Zukunft will McLaren neue und fortschrittlichere Technologien für diverse Sportarten entwickeln. "Wir stehen erst am Anfang dieses Prozesses. Bald werden wir von den Erkenntnissen noch mehr profitieren können", verspricht Hargrove mit Blick auf den Einsatz im nicht-sportlichen Bereich und meint damit allen voran den Gesundheitssektor. Patientenfreundliche Diagnosesysteme zur Überwachung chronischer Krankheiten sollen den Ärzten die Behandlung erleichtern.

McLaren könnte mit seinem Beitrag zu den erfolgreichen Sommerspielen auch ganz Großbritannien einen Dienst erwiesen haben. "Ich hoffe, dass die Menschen erkennen, dass Technologie hinter sportlichem Erfolg steht", unterstreicht Hargrove. "Wir sind leidenschaftlich, was das angeht, und es motiviert uns, weiterzumachen. Wir waren nur ein winziger Teil einer großen Sache, aber schon das gibt Auftrieb", so die Direktorin des McLaren-Programms weiter.

Fotoquelle: McLaren

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