Willi Weber rät Michael Schumacher am ehesten zu einer Rolle als Berater

Formel 1 2012

— 01.10.2012

Weber über Schumacher: "Es ist jetzt Zeit für Jüngere"

Während Ferrari nur noch das Force-India-Duo als Alternative zu Felipe Massa in Erwägung zieht, rät Willi Weber Ex-Schützling Michael Schumacher von Sauber ab



Als bekannt wurde, dass Mercedes Michael Schumacher für 2013 keinen neuen Vertrag mehr anbieten würde, hatte sein früherer Manager Willi Weber sofort die Idee Ferrari: "Wäre ich noch sein Manager, würde ich jedenfalls noch heute ins Auto steigen, nach Italien fahren und mich mit Luca di Montezemolo unterhalten", sagte der Deutsche am Freitag dem 'SID'.

Ein paar Tage später scheint Weber, der Schumacher übrigens den in Monza präsentierten Sponsorenvertrag mit Navi-Hersteller erlinyou vermittelt hat, seine Meinung geändert zu haben: "Als Manager würde ich es vielleicht probieren, ihn da unterzukriegen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Ferrari so etwas ernsthaft in Erwägung zieht", präzisiert er gegenüber 'auto motor und sport'. "Bei allem Respekt vor Michaels Leistungen und der Legende: Es ist jetzt Zeit für Jüngere."

Zum Beispiel für Nico Hülkenberg oder Paul di Resta, die immer noch als potenzielle Ferrari-Kandidaten gehandelt werden. Zwar zeigt Felipe Massa seit Juni ansteigende Form, aber das Team will laut Informationen der 'BBC' noch mindestens den bevorstehenden Grand-Prix-Doppelpack in Japan und Südkorea abwarten, bevor es eine Entscheidung trifft. "Felipe hat noch nichts unterschrieben", erklärt ein Sprecher der Scuderia auf Anfrage der 'Marca'.

Massa: Ticket in Monza gelöst?

Massas Chancen auf einen neuen Vertrag werden aber als sehr gut eingeschätzt. Zwar wird der Beinahe-Weltmeister von 2008 eine Gehaltskürzung akzeptieren müssen, doch in Monza hat er bewiesen, wie wertvoll er als Nummer zwei für den unumstrittenen Teamleader Fernando Alonso ist: Dank einer fahrerisch tadellosen Leistung lag er phasenweise sogar vor dem Spanier - und als er gebeten wurde, im Interesse des Teams Platz zu machen, akzeptierte er ohne Murren.

Ferrari sucht nicht unbedingt einen aufstrebenden Star, der Alonso gefährlich werden und Unruhe ins Team bringen könnte, sondern einen schnellen zweiten Mann, der sich im Zweifel leicht bändigen ließe. So gesehen klug von Adrian Sutil, in den Medien keine Ansprüche zu stellen, sondern sich eher unterwürfig zu bewerben: "Ferrari sucht einen zuverlässigen zweiten Mann, der regelmäßig Punkte bringt. Ich traue mir das zu", sagte er Anfang September der 'Bild'-Zeitung.

Sutil angeblich aus dem Rennen

Aber laut Informationen der 'BBC' gibt es nur noch drei Fahrer, die bei Ferrari auf der Liste stehen: Favorit Massa, Hülkenberg und di Resta. Hülkenberg attestieren einige Paddock-Insider sogar schon einen Vorvertrag, sein Berater Timo Gans dementiert dies aber beharrlich. Tatsache ist wohl, was man aus Maranello hört: Wenn Massa in Suzuka und Yeongam keinen großen Bock schießt und halbwegs flotte Zeiten fährt, darf er bleiben.

Sollten diese Informationen stimmen, wären für Schumacher zumindest die vier größten Teams zu. Lotus, derzeit Vierter in der Konstrukteurs-WM, trauen manche einen kühnen Überraschungscoup zu - ein Weltmeister-Dreamteam Räikkönen/Schumacher wäre zumindest für die Vermarktung auf jeden Fall ein Hit. Aber alles, was darunter kommt, wäre ein sportlicher Abstieg: "Auf keinen Fall soll sich Michael ein kleines Team antun", findet Ex-Manager Weber.

"Was soll das? Bei Sauber weiterfahren? Mit einem Privatteam? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Michael das antut", sagt der Deutsche gegenüber 'auto motor und sport'. "Nichts gegen den Peter Sauber. Was der in diesem Jahr geleistet hat, ist besser als das, was Mercedes bringt. Aber ein Mann wie Michael gehört in ein berühmtes Rennteam oder zu einem Weltkonzern. Bei Sauber kann er nicht um den Titel mitfahren."

Fotoquelle: xpbimages.com

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