Zwei, die sich schon lange kennen: Hamilton und Haug im Jahr 2008

Formel 1 2012

— 02.10.2012

Haug: "Hamilton ist schon Familienmitglied"

Der Mercedes-Motorsportchef betrachtet den Wechsel des Ex-Weltmeisters als logische Entscheidung und bleibt beim Blick auf die Zukunft zurückhaltend



Selbst Insider rieben sich die Augen, als die Meldung in der vergangenen Woche aus heiterem Himmel auf die Formel-1-Welt fiel: Lewis Hamilton unterschreibt bei Mercedes. "Ich sollte nicht überrascht sein, wenn ein Fahrer zu uns wechselt", erklärt Norbert Haug gegenüber 'Autosport' obwohl sein Team in der Konstrukteurs-Wertung aktuell 125 Punkte hinter McLaren, Hamiltons aktuellem Arbeitgeber, liegt. "Wir arbeiten mit viel Konzentration und Leidenschaft", meint der Motorsportchef.

Ein Argument, das offensichtlich auch den Briten überzeugte. Für Haug ist der ohnehin schon seit längerer Zeit ein Vertrauter. "Lewis ist für uns kein Unbekannter, wir haben ihn über unseren Partner McLaren kennengelernt. Er ist schon ein Mitglied der Mercedes-Familie", betont der Verantwortliche der Stuttgarter. Haug sieht eine gemeinsame Basis: "Er kennt uns, er vertraut uns. Wir haben ihn verpflichtet und jetzt müssen wir uns auf der Rennstrecke präsentieren."

In der Tat teilen Hamilton und die Marke mit dem Stern eine gemeinsame Vergangenheit. "Die Finanzierung für seine Karriere im Nachwuchsbereich haben wir uns mit McLaren 50 zu 50 geteilt. Als Lewis 15 von 20 Rennen in der Formel-3-Euroserie gewonnen hat, ist das alles mit Mercedes-Motoren passiert, auch jeder seiner Formel-1-Siege", weiß Haug und unterstreicht: "Wir haben für sein Honorar bei McLaren gezahlt - das ist bekanntes Wissen aus der Vergangenheit."

Haug räumt ein, dass sich die Silberpfeile verbessern müssen: "Sie können uns glauben, dass wir intensiv daran arbeiten", verspricht er. "Wir haben uns in den vergangenen Jahren generell verbessert, wenn man die durchschnittlichen Rundenzeiten im Vergleich zu den Siegern betrachtet. Da gibt es noch fünf oder sechs Teams in diesem Bereich, 2011 waren es drei oder vier. Da hat sich etwas verändert." Williams und Sauber, teilweise auch Force India, sind längst auf Augenhöhe oder voraus.

Haug zieht seine Schlüsse, will aber nicht nur Schwarzmalen: "Daraus folgt, dass wir einen weiteren Schritt gehen müssen. Wir haben jetzt 13 Rennen absolviert und ich denke, in vier hatten wir respektables Tempo", sagt der Motorsportchef und zählt auf: "Der Sieg in China, die Pole-Position in Monaco, die Siegchance in Montreal und das Podium in Valencia." Dennoch müsse sich Mercedes stabilisieren und den nächsten Schritt unternehmen. "Vorher große Ankündigungen zu machen, wäre nicht das Richtige."

Fotoquelle: xpb.cc

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