Präsident Luca di Montezemolo mit den beiden aktuellen Ferrari-Piloten

Formel 1 2012

— 04.10.2012

Ferrari bespricht zweiten Fahrer auch mit Alonso

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo deutet an: Wenn Fernando Alonso Weltmeister wird, darf er sich seinen Teamkollegen selbst aussuchen...



Es gilt in Insiderkreisen als offenes Geheimnis, dass Fernando Alonso bei Ferrari wesentlich mehr Einfluss hat als die meisten anderen Fahrer bei ihren jeweiligen Teams. Das liegt einerseits an seinen außergewöhnlichen fahrerischen Leistungen, durch die er sich den Respekt der Mitarbeiter erarbeitet hat, andererseits aber auch an geschätzten 30 Millionen Euro jährlich, die die spanische Großbank Santander der Scuderia zur Verfügung stellt - und Santander-Chef Emilio Botin ist Alonso treu ergeben.

Aufgrund dieser Konstellation ist anzunehmen, dass Ferrari in Sachen Fahrerwahl keine Entscheidung treffen wird, die Alonso verstimmen könnte - und dessen Präferenz ist klar: "Sollte sich das Team entscheiden, für nächstes Jahr jemand anderen zu verpflichten, dann muss derjenige besser sein als Felipe. Aber wenn ich mir die Namen so durchlese, die die Medien als mögliche Nachfolger sehen, dann bin ich mir nicht sicher, ob ihnen klar ist, wie viel Felipe im Vergleich zu diesen Namen in der Formel 1 erreicht hat", so der Spanier in Singapur.

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, letztendlich der "starke Mann" in Maranello, stärkt Alonso indes weiter den Rücken, indem er seine aktuelle Nummer eins als "stärksten Fahrer, den Ferrari je hatte", beschreibt - trotz Michael Schumacher und Niki Lauda, die in der Liste der Ferrari-Grand-Prix-Sieger vor dem derzeitigen WM-Leader stehen. Und Montezemolo gibt Alonso in seiner Einschätzung recht: "Es stimmt, dass sich derzeit keine Phänomene im Umlauf befinden."

Trotzdem müsse sich Alonso ein Mitbestimmungsrecht, was den zweiten Fahrer angeht, erst verdienen: "Zuerst soll Fernando die Weltmeisterschaft gewinnen - und dann werden wir sicher niemanden an seine Seite stellen, der ihm nicht passt", wird der Italiener auf James Allens Formel-1-Blog zitiert. "Es ist so, dass die Fahrerentscheidungen von uns getroffen werden, aber wir teilen ihm natürlich alles mit. Massa war in den vergangenen beiden Rennen sehr stark. Ich nehme mir jetzt ein paar Tage, um darüber nachzudenken."

Durchgesickert ist dieser Tage, dass vor den nächsten beiden Grands Prix in Japan und Südkorea keine Entscheidung fallen soll. Hält Massas Aufwärtstrend an, stehen die Chancen des Brasilianers gut. Allerdings stehen weiterhin unbestätigte Gerüchte im Raum, wonach Nico Hülkenberg bereits eine Art Vorvertrag unterschrieben haben soll. Als gesichert gilt zum jetzigen Zeitpunkt nur, dass Michael Schumacher nicht mehr nach Maranello zurückkehren wird.

Fotoquelle: Ferrari

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