Wx-Weltmeister Lewis Hamilton schließt eine McLaren-Rückkehr nicht aus

Formel 1 2012

— 04.10.2012

Hamilton: Rückkehr zu McLaren bei ausbleibenden Erfolgen?

Noch vor dem Wechsel zu Mercedes spricht Lewis Hamilton bereits über eine mögliche McLaren-Rückkehr und schließt den WM-Titel 2013 aus



Mit dem Wechsel zu Mercedes hat Lewis Hamilton für eine Überraschung gesorgt. Der Brite, der seit seiner Kindheit von Ron Dennis gefördert wurde, verlässt das Team, das ihm den Einstieg in die Formel 1 ermöglichte und mit dem er seinen bisher einzigen Weltmeistertitel geholt hat. Bei Mercedes ersetzt Hamilton Michael Schumacher, der erst nach der Bekanntgabe seines Nachfolgers in Suzuka seinen Rücktritt erklärt hat.

Schumacher tat sich zwischen 2010 und 2012 schwer, mit dem neu gegründeten Mercedes-Team der Spitze gefährlich zu werden. Droht dieses Schicksal nun auch Hamilton? "Mir ist absolut bewusst, dass das aktuelle Auto nicht um die Weltmeisterschaft mitfahren kann. Wir werden alles daran setzen, dass es im kommenden Jahr besser läuft, aber es wird Zeit brauchen", bemerkt der Brite.

"Wenn es mir gelingt, dem Team beim Vorankommen zu helfen und ein paar Siege einzufahren, dann können wir irgendwann um die Weltmeisterschaft mitfahren. Wenn wir diese dann gewinnen, wäre das für uns alle ein unglaubliches Gefühl", erklärt er. Der Titel sei 2013 noch kein Thema: "Nein, das denke ich nicht. Das Auto wird das noch nicht hergeben. Es ist eher ein Ziel für die Zukunft - 2014 oder 2015."

Hamilton weiß, dass McLaren auch 2013 siegen wird

Sicher gibt es keine Garantie, dass McLaren in der kommenden Saison wieder zu den Favoriten gehört, doch durch die geringen Regeländerungen sollte die Truppe aus Woking zumindest nicht allzu weit abrutschen. "Der McLaren wird auch im kommenden Jahr ein gutes Auto sein. Ich weiß sehr genau, wie das nächstjährige Auto wird. Ich habe sehr hart mit dem Team daran gearbeitet, das Auto dorthin zu bringen, wo es jetzt ist. Jenson und ich haben hart gearbeitet. Das Auto für 2013 wird eine Evolution des aktuellen Autos. Es wird sicher gut", ist sich Hamilton sicher.

Demzufolge ist ihm bewusst, dass Mercedes sicher keine einfache Aufgabe wird. "Es ist eine neue Herausforderung. Ich weiß, dass mein zukünftiges Auto nicht ansatzweise so gut ist, wie mein aktuelles. Es ist eine Herausforderung, das Auto auch so gut zu machen und dem Team dabei zu helfen, erfolgreich zu sein", schildert der Weltmeister von 2008.

Noch kein Gespräch mit Ron Dennis

"Ich fühle mich toll und sehr glücklich. Ich bin froh, dass ich mich jetzt auf die übrigen sechs Rennen konzentrieren kann", bemerkt er. Obwohl Hamiltons Karriere maßgeblich von Dennis' Unterstützung lebte, hat er noch nicht mit seinem ehemaligen Mentor geredet: "Er sprach mich in Singapur an. Das war's. Seitdem haben wir nicht miteinander gesprochen."

"Als ich Ron zum ersten Mal traf, war ich zehn Jahre alt. Im Alter von 13 Jahren nahm er mich unter Vertrag. Ich bin ihm unglaublich dankbar, aber wir dürfen nicht vergessen, dass die vergangenen fünf Jahre McLaren und Mercedes waren. Ich gehöre schon eine Zeit lang zur Mercedes-Familie und nun werde ich komplett Teil dieser Familie", so Hamilton.

"Wir haben eine sehr gute Beziehung zueinander. Ich habe nicht das Gefühl, McLaren durch die Hintertür zu verlassen. Ich gehe zufrieden durch den Haupteingang. Ich gehe über eine Brücke und einen anderen Weg. Ob mich dieser Weg zurückbringen wird? Wer weiß?", lässt er offen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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