Lewis Hamilton denkt nicht, dass er 2013 um den WM-Titel fahren kann

Formel 1 2012

— 04.10.2012

Was kann Hamilton 2013 ausrichten?

Obwohl Hamilton tiefstapelt, traut Alonso seinem Ex-Teamkollegen auch bei Mercedes einiges zu - Ross Brawn will bereits 2013 Ergebnisse sehen



Mit dem Wechsel zu Mercedes sorgte Lewis Hamilton fr eine berraschung. Nach sechs Jahren verlsst der Weltmeister von 2008 das McLaren-Team und nimmt eine neue Herausforderung an. Gehrte Hamilton in den vergangenen Jahren immer wieder zu den WM-Favoriten, drfte es der Brite 2013 schwer haben, dieser Rolle gerecht zu werden.

"Das Auto wird das noch nicht hergeben. Es ist eher ein Ziel fr die Zukunft - 2014 oder 2015", bemerkt Hamilton, als man ihn fragt, ob er auch im kommenden Jahr um die WM mitfahren kann. Ex-Teamkollege Fernando Alonso hlt den Wechsel zu Mercedes nicht fr einen Fehler. Der Spanier denkt, dass es sowohl fr Hamilton als auch McLaren positiv sei.

"Seit Singapur war ich etwas uninformiert, was in der Welt passiert. Ich habe mit Ausnahme von Hamiltons Mercedes-Deal und Perez' McLaren-Vertrag nicht alles mitbekommen. Ich habe nicht gehrt, was sie dazu gesagt haben oder welche Grnde sie nannten. Ich denke, dass es fr die Fahrer normal ist, zu wechseln. Das ist ein Teil der Karriere", erklrt Alonso.

Alonso rechnet auch 2013 mit Hamilton

"Als die Gerchte starteten, erklrte ich, dass es sowohl fr Lewis als auch McLaren gut sei. Sie haben das schon zuvor erlebt, als Prost ging, dann Senna, spter ich und jetzt Lewis. Es sind bereits 14 Jahre vergangen, als sie die Konstrukteurswertung gewannen. Dabei hatten sie einige Jahre das beste Auto", blickt er zurck. "Ich bin mir sicher, dass Lewis gewinnen mchte. Er hat bei McLaren gute Arbeit geleistet, Rennen und den Titel gewonnen. Er ist einer der besten Fahrer."

Im Gegensatz zu Hamilton selbst denkt Alonso nicht, dass man ihn im Kampf um den Titel abschreiben sollte: "Ich erwarte, dass er im kommenden Jahr bei Mercedes sehr konkurrenzfhig sein wird - ein echter Herausforderer fr die Meisterschaft. Mercedes ist ein Topteam mit Ross Brawn und dem Potenzial dieser groen Firma. Sie sind stark."

Brawn schreibt 2013 nicht ab

"Lewis verfolgt bei uns einen Langzeitplan", bemerkt Mercedes-Teamchef Brawn. "Das heit aber nicht, dass sich das mit dem Kurzzeitplan beien muss. Wir geben das kommende Jahr noch nicht auf. Wir wissen, welche Herausforderung vor uns liegt und welchen Schritt wir gehen mssen, um im kommenden Jahr besser zu sein. Es ist ein herausfordernder Schritt, doch wir strengen uns stark an."

"Wir mchten sicherstellen, dass wir 2014 nicht gefhrden. Ein Vorteil der Strkung unserer Techniker-Gruppe ist, dass wir dazu auch fhig sind. Aldo Costa kmmert sich um das 2013er-Auto und Geoff Willis konzentriert sich momentan auf das Auto fr 2014", schildert Brawn und stellt klar: "Wir nehmen mit Blick auf 2013 unseren Fu nicht vom Gas."

Hamiltons Verpflichtung sorgt bei Brawn fr Hoffnung. Dennoch betont der Teamchef, dass es ihm nicht nur auf die Leistungen im Auto ankommt: "Er ist ein groer Bonus fr das Team Wir waren berzeugt und engagiert, unser Ziele zu erreichen, haben es aber nicht so schnell geschafft, wie wir gehofft hatten. Wir konnten Lewis zeigen, wie wir unsere Ziele erreichen wollen und haben ihn damit berzeugt. Deswegen kam er zum Team. Er ist gespannt, diesen Weg zu gehen. Wir erwarten, dass die Fahrer Teil des Prozesses sind. Das schliet nicht nur das Fahren ein, es ist eine komplette Einbeziehung ins Team."

Hamilton strker denn je?

"Wir haben noch nicht das erreicht, was wir erreichen wollten. Lewis ist auf diese Herausforderung gespannt. Zudem mchte er ein Teil davon sein und nicht einfach nur Rennen fahren. Er muss mitwirken, damit wir ein gutes Auto haben. Das macht fr ihn den Reiz aus", verrt Brawn. Bisher hatte man bei Hamilton nicht den Eindruck, dass er technisch die Marschrichtung vorgeben kann, wie zum Beispiel die geheimen Daten aufzeigen, die der Brite seinen Twitter-Followern prsentierte.

"Es ist interessant, weil man von auen natrlich einen Eindruck von den technischen Fhigkeiten eines Fahrers oder dessen Wissen erhlt. Ich war von seinen Fragen und Ansichten richtig beeindruckt", stellt Brawn klar. "Sie deckten sich zu unseren eigenen." Auch Hamiltons Privatleben und die Turbulenzen, die zum Beispiel die Saison 2011 berschatteten, hlt Brawn nicht fr kritisch.

"Ich denke nicht, dass er einen besonderen Lebensstil hat. Diese Dinge werden immer etwas bertrieben dargestellt. Ich denke nicht, dass sein Lebensstil jemals seine Leistungen als Rennfahrer beeintrchtigt hat", berichtet der Brite. "Die Leute haben ihre eigenen Leben und in vielerlei Hinsicht ist ein entspannter Lebensstil eine gute Basis fr einen Rennfahrer."

Nachdem Hamilton 2011 eine Berg-und-Talfahrt durchmachte, haben sich die Leistungen 2012 stabilisiert. "Jeder in der Formel 1 wird durch schwierige Zeiten strker. Man gewinnt nicht ununterbrochen und lernt mehr aus erfolglosen Zeiten als aus erfolgreichen. Lewis ist stark genug, um aus diesen Zeiten zu lernen, was er tun muss und wie er an Dinge herangeht. Es ist nicht einfach, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Er leistet gute Arbeit", so Brawn. "Wir haben ihn immer schon als Fahrer hoch eingeschtzt. Durch das, was wir in der laufenden Saison gesehen haben, wurde das bestrkt."

Fotoquelle: xpbimages.com

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