Von einem DTM-Engagement wird Michael Schumacher dringend abgeraten

Formel 1 2012

— 06.10.2012

Surer rät Schumacher von der DTM ab

Für Mercedes wäre Michael Schumacher in der DTM, als Teamkollege von Bruder Ralf, ein PR-Traum, aber Experte Marc Surer rät davon dringend ab



Seinen Formel-1-Overall wird Michael Schumacher am Jahresende an den Nagel hängen, aber ob er auch seine aktive Rennfahrer-Karriere insgesamt beenden wird, hat der 43-Jährige noch nicht bekannt gegeben. Das führt bei seinen Fans unweigerlich zu Wunschszenarien wie zum Beispiel einem gemeinsamen Mercedes-DTM-Team mit Bruder Ralf als Stallgefährte.

Ist die DTM grundsätzlich eine Option für einen siebenmaligen Formel-1-Weltmeister? "Nein. Das wird er sich nicht antun", antwortet Experte Marc Surer klipp und klar. Der Schweizer kann sich nämlich nicht vorstellen, dass so ein Wechsel von Erfolg gekrönt wäre: "Du kannst nicht in eine andere Kategorie absteigen und denken, dass du gut sein wirst, nur weil du Formel-1-Fahrer bist. Das sind alles Spezialisten in diesen Autos."

"Diese Fahrzeuge haben ihre eigenen Grenzwerte, und diese Grenzwerte sind viel niedriger als bei einem Formel-1-Auto. Deswegen kannst du den Skill, den du in der Formel 1 brauchst, mit 300 am Limit durch eine Kurve wie die R130 zu fahren, verwerfen. Das gibt's da nicht. Ein Tourenwagen ist ja nicht einfach zu fahren, aber du musst genau wissen, wie du mit den Reifen umgehst, wie das Auto eingestellt sein sollte. Das ist ein ganz eigener Fahrstil", begründet Surer.

"Ich würde mich nicht da reinwagen", untermauert er. "Bisher haben eigentlich nur Häkkinen und Alesi Rennen gewonnen. Alle anderen haben alt ausgesehen - wie auch Coulthard." Jean Alesi feierte in der DTM immerhin vier Siege und belegte 2002 und 2003 jeweils den guten fünften Platz in der Gesamtwertung. Auch Mika Häkkinen gelangen drei DTM-Erfolge. 2005 wurde der Finne Gesamtfünfter; Siebter in jenem Jahr Alesi, Achter Heinz-Harald-Frentzen.

Aber Bruder Ralf Schumacher fuhr in bisher fünf Jahren DTM nur ein einziges Mal auf das Podium, landete in der Gesamtwertung nur ein einziges Mal in den Top 10 (2011 als Achter). Surer: "Dazu kommt noch: Die sind natürlich alle voll motiviert, für die ist das ihr Leben. Wenn du aber als Formel-1-Fahrer in die DTM absteigst, denkst du: 'Okay, fahre ich halt noch ein bisschen Rennen.' Aber du fährst gegen Leute, die hundertprozentig motiviert sind."

Fotoquelle: Daimler

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