Sauber will in der Konstrukteurswertung weiteren Boden auf Mercedes gutmachen

Formel 1 2012

— 08.10.2012

Sauber reist mit Rückenwind nach Südkorea

Sauber will den Schwung des Podiums in Suzuka mit nach Südkorea nehmen, allerdings ist Yeongam nicht die Paradestrecke des C31



Nach dem Großen Preis von Japan, bei dem Kamui Kobayashi den ersten Podestplatz seiner Formel-1-Karriere feierte, will Sauber diesen Schwung mit nach Südkorea nehmen, wo bereits am kommenden Wochenende der 16. Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft 2012 ausgetragen wird. Mit nunmehr 116 WM-Punkten auf dem Konto hat das Team im Kampf um Platz fünf der Konstrukteurs-WM Boden gut gemacht. Der Rückstand auf Mercedes beträgt jetzt noch 20 Zähler.

Allerdings kommt die Charakteristik der Strecke in Yeongam dem C31 nicht gerade entgegen. "Das wird kein einfacher Grand Prix für uns, denn in der Regel mangelt es uns etwas an Topspeed auf den Geraden", erklärt Sergio Perez. Das zeigte sich auch im Vorjahr, als Kobayashi und Perez im Rennen nur die Positionen 15 und 16 belegten. "Im vergangenen Jahr war das Rennen in Korea für uns sehr schwierig, weil wir schlicht und einfach zu langsam waren", gibt der Japaner zu.

"Aber das ist Vergangenheit, heute stellt sich die Situation ganz anders dar", meint Kobayashi. "Ich denke, wir können den Schwung, den wir derzeit haben, auch nach Südkorea mitnehmen. Ich bin optimistisch, dass wir dort in die Punkteränge fahren können." Mit einer Wiederholung der starken Leistung von Suzuka rechnet jedoch auch Giampaolo Dall'Ara, Leitender Ingenieur an der Rennstrecke, nicht: "Wenn ich unsere Möglichkeiten betrachte, sollte die Strecke für uns durchschnittlich sein, wobei der erste Streckenteil der schwierigste wird."

Anspruchsvolle Streckenführung

"Der Kurs in Yeongam ist eine moderne Rennstrecke, die von allem etwas bietet. Der erste Sektor hat drei Geraden, die von zwei scharfen Kurven unterbrochen werden, und am Ende noch eine langsame Passage mit engen Kurven. Der zweite Sektor wird von mittelschnellen und schnellen Kurven dominiert, der dritte und letzte Sektor hingegen besteht aus eng gewundenen Kurven", beschreibt Dall'Ara den Kurs, auf dem die Formel 1 am kommenden Wochenende zum dritten Mal gastiert.

"Die Streckenführung in Yeongam ist recht anspruchsvoll. Es gibt ein paar Hochgeschwindigkeitskurven und insgesamt sehr unterschiedliche Kurven", findet auch Perez. Deshalb ist es nicht einfach, einen Rhythmus zu finden, aber genau das ist entscheidend für eine gute Rundenzeit." Vor allem zu Beginn des Wochenendes rechnet Sauber auf der wenig genutzten Rennstrecke mit sehr geringem Grip. "Im Verlaufe des Wochenendes wird das besser", meint Kobayashi. "Wenn genügend Gummi auf der Strecke liegt, machen einige der schnellen Passagen in Kombination mit langsameren Kurven richtig Spass. Ich denke, dass unser Auto auf dieser Strecke konkurrenzfähig sein sollte."

Glatter Asphalt bietet wenig Grip

Dall'Ara meint jedoch: "Das Grip-Niveau steigt im Laufe des Wochenendes langsamer als anderswo, weil es fast keine Rahmenrennen gibt. Der Asphalt ist nicht besonders rau, und die von Pirelli vorgesehenen Reifenmischungen, weich und super-weich, sollten passen." Upgrades wird es bei Sauber nicht geben: "Der C31 wird selbstverständlich mit jenen neuen Komponenten ausgestattet bleiben, die wir in Suzuka vorgestellt haben. Angesichts der Tatsache, dass nur ein paar Tage zwischen den Rennen in Japan und in Südkorea liegen, wird es keine zusätzlichen Weiterentwicklungen geben", erklärt Dall'Ara.

"In Suzuka war unser Auto richtig schnell, und ich hoffe, wir können unseren ganzen Schwung mitnehmen zum nächsten Lauf in Südkorea", sagt Perez. "Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben. Ich will aus den fünf verbleibenden Rennen, die ich noch für Sauber fahren werde, das Maximale herausholen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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