Technikchef Pat Fry ist bewusst, dass das WM-Finale zur Zitterpartie wird

Formel 1 2012

— 09.10.2012

Ferrari kündigt Update-Offensive an

Technikchef Pat Fry erklärt, wie Ferrari den Rückstand auf Red Bull wettmachen will und wieso er in Japan trotz des WM-Rückschlags positive Aspkekt erkannte



Es war ein bitteres Wochenende für Ferrari, auch wenn Felipe Massa erstmals seit 2010 auf das Podest eines Grand Prix fuhr. Die Tatsache, dass WM-Leader Fernando Alonso in Suzuka bereits in der ersten Kurve von Kimi Räikkönen der Hinterreifen aufgeschlitzt wurde und Titelrivale Sebastian Vettel nicht nur einen Sieg einfuhr, sondern so dominant wie noch nie in dieser Saison auftrat, sorgt in Maranello für rauchende Köpfe. Nur noch vier Punkte fehlen dem Red-Bull-Piloten fünf Rennen vor Schluss auf den Ferrari-Star - und die Dynamik spricht eindeutig gegen die "Scuderia", denn eigentlich hätte man den RB8 in Japan nicht so stark erwartet.

Dazu kommt die Erkenntnis, dass der Windkanal in Maranello falsche Daten ausspuckt, weshalb man ihn im Winter generalüberholen will - die letzten Updates haben nicht nach Wunsch funktioniert. Technikchef Pat Fry sieht aber dennoch nicht schwarz: "Unser Renntempo war in Japan im Rennen etwas besser als im Qualifying, wo wir bei Fernando Pech mit den Gelben Flaggen hatten. Wir sind jetzt näher an McLaren dran, aber es gibt immer noch eine Lücke zu Red Bull - wir müssen also an der Autoentwicklung weiterarbeiten."

Dass der neue Heckflügel in Singapur nach dem Freien Training vom Auto genommen wurde, will der ehemalige McLaren-Chefingenieur nicht überbewerten: "Wir haben bei jedem der letzten Rennen kleine Updates gebracht, und obwohl wir in Singapur ein paar kleine Fehler gemacht haben, haben wir sie gefunden und haben sie für Japan aussortiert. Wenn man ständig nach konstanter Entwicklung strebt, muss man ein paar Risiken nehmen."

Fry kündigt für die kommenden Rennen eine Update-Offensive an: "Es wird in Südkorea vier kleine Updates geben, bei den Rennen danach wird es signifikantere Veränderungen geben." Er mahnt seine Mannschaft an, angesichts der Red-Bull-Überlegenheit nicht die Hoffnung zu verlieren: "Wir müssen bei den verbleibenden fünf Rennen ruhig bleiben und uns bewusst sein, dass jetzt alles zählt. Es wird noch mehr von uns kommen, obwohl wir viel aufholen müssen. Wir werden aber nie aufgeben und werden bis Brasilien alles versuchen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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