Timo Glock und Marussia befinden sich im WM-Endspurt im Aufwind

Formel 1 2012

— 10.10.2012

Marussia & Glock haben mit Südkorea Rechnung offen

2010 war Timo Glock im Marussia auf Kurs zu Platz zwölf, doch der Deutsche kam nie ins Ziel - Dieses Jahr will man die offene Rechnung mit Südkorea begleichen



Nach einem harzigen Saisonstart gelang dem Marussia-Team durch Timo Glocks tollen zwölften Platz in Singapur ein Meilenstein. Jetzt gilt es, den zehnten Platz in der Konstrukteurs-WM gegen Caterham und HRT zu verteidigen.

Auch in Suzuka zeigte das russische Team einen ansprechenden Speed, weil Glock aber kein KERS an Bord hat, konnte er Heikki Kovalainen im Caterham-Boliden nicht überholen. Das könnte sich auch in Südkorea als Problem herausstellen, denn aus den langsamen Kurven, auf die lange Geraden folgen, könnte man den Hybridantrieb gut gebrauchen.

Glock hat Rechnung offen

"Das ist jedes Jahr ein etwas seltsames Rennwochenende, denn abgesehen von der Formel 1 wird diese Strecke nicht sehr oft benutzt", fällt Glock auf. "Das macht es vor allem am Freitag schwierig, da die Strecke immer sehr schmutzig ist und es eine Weile dauert, bis der Grip da ist. Auch das Wetter kann unberechenbar sein, wodurch die Streckenbedingungen wechseln können."

Doch damit nicht genug - auch das Layout sorgt bei Glock für Verwunderung: "Es handelt sich um eine ziemlich technische Strecke mit vielen Kurven, wo man eine etwas seltsame Linie fahren muss. Dennoch hatte ich dort im Vorjahr ein gutes Rennen."

"Das gilt auch für 2010, bis ich auf Kurs zu Platz zwölf abgeschossen wurde und mein Rennen damit vorzeitig beenden musste", spielt er auf die Kollision mit Sebastien Buemi an. "Ich mag den Kurs, daher freue ich mich auf das Wochenende, und hoffe, dass wir wieder wie sonst üblich mit beiden Autos ins Ziel kommen."

Pic fühlt sich gut vorbereitet

Genau das hofft auch Teamkollege Charles Pic, der in Suzuka kein Glück hatte und mit Motorproblemen ausschied: "Japan endete für mich enttäuschend. Aber da nur eine Woche zwischen den Rennen liegt, habe ich damit bereits abgeschlossen und konzentriere mich auf Südkorea. Ich habe ein paar Tage in Tokio verbraucht, dort trainiert und mich auf den für mich neuen Kurs vorbereitet. Jetzt gehe ich mit einem guten Gefühl in das Rennen."

Doch wie sehen Pics erste Eindrücke vom Korea International Circuit aus? "Nach dem zu urteilen, was ich im Simulator gesehen habe, sieht es sehr interessant aus - vor allem die Sektoren eins und drei. Es handelt sich um eine weitere Strecke, die gegen den Uhrzeigersinn führt, was aus physischer Sicht für eine zusätzliche Herausforderung sorgt. Wir müssen jetzt unseren Fokus beibehalten und unsere üblichen Zielankünfte mit beiden Autos zeigen. Ich werde wie immer so gut wie möglich meinen Teil dazu beitragen, dass wir die Ziele des Teams erreichen."

Booth fordert Fokus

Teamchef John Booth hofft auf ein gutes Rennwochenende: "Timo hatte in Japan am vergangenen Wochenende ein sehr gutes Rennen, und er hat in Südkorea eine gute Bilanz. Daher hoffe ich, dass das auch an diesem Wochenende unsere Chancen steigert. 2010 hatte er das Zeug zu Platz zwölf, als er die tückischen Bedingungen Bedingungen gut meisterte, um uns in der Weltmeisterschaft entscheidend nach vorne zu bringen. Das wäre in dieser Saison und sogar bis Singapur dieses Jahr unser bestes Ergebnis geworden, aber leider wurde er abgeschossen. Das zeigt, wie wichtig die WM-Platzierung für die neuen Teams ist - und wie schwierig es ist, diese zu erreichen."

Nun möchte man aber die aktuelle Platzierung verteidigen: "Es ist unser absoluter Fokus, unser derzeitiges Performanceniveau zu verteidigen und darauf aufzubauen, damit wir uns beim Herunterzählen der letzten fünf Rennen etwas wohler fühlen. Zudem ist es wichtig, dass wir wieder wie sonst immer beide Autos ins Ziel bringen. Charles liefert im Rennen am vergangenen Wochenende eine sehr solide Leistung ab, also war es schade, dass er aufgeben musste. Seine Position vor Witali zeigt, wie sehr er sich parallel zur Performance des Autos weiterentwickelt hat. Wir sind glücklich, zwei so konkurrenzfähige Fahrer zu haben, die uns dabei helfen, die Ziele des Teams zu erreichen."

Fotoquelle: Marussia

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