Formel 1 2012

— 10.10.2012

Honda zeigt Interesse an Formel-1-Comeback

Honda verfolgt derzeit die Debatte um das Reglement für 2014 - Kommen die kleinen Turbomotoren wirklich, könnten sich die Japaner zu einem Comeback entschließen





In den letzten Jahren flammten immer wieder Gerüchte auf, Honda könnte sich zu einer Rückkehr in die Formel 1 entschließen. Jetzt gibt Yoshiharu Yamamoto, Honda-Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der Abteilung Forschung und Entwicklung, gegenüber 'Autocar' zu, dass er einem Comeback der Japaner positiv gegenüber stehen würde: "Es ist wahr, dass wir uns diese Rennen ansehen und hoffen, dass wir eines Tages wieder teilnehmen werden."

Obwohl er nicht an eine sofortige Rückkehr glaubt, "besteht das Potenzial, dass sich die Regeln ändern und uns anziehen. Ich verfolge natürlich die Reglemententwicklungen, und wenn sich dadurch eine Gelegenheit ergibt, dann wäre es schön zurückzukehren."

Zudem gibt er zu, dass er ein glühender Motorsportfan ist: "Ich kann nicht für Honda sprechen, aber auf persönlicher Ebene liebe ich den Rennsport. Natürlich gehört viel dazu, wenn man an der Formel 1 teilnimmt, schließlich handelt es sich um die Königsklasse des Autorennsports, und das erfordert viel Hingabe."

Formel 1 und WEC als Optionen

Zunächst plane man aber, in der Tourenwagen-WM WTCC erfolgreich zu sein, "dann werden wir uns vielleicht andere Sachen ansehen." Die Aussagen des Honda-Managers decken sich übrigens mit Informationen von 'Motorsport-Total.com', wonach Honda tatsächlich über eine Ausweitung des Motorsportprogramms nachdenkt. Neben der Formel 1 wird auch über einen Werkseinsatz in der Langstrecken-WM WEC nachgedacht.

Diese Variante klingt logisch, zumal vor einem Jahr mit Toyota der Hauptrivale ein Le-Mans-Projekt ins Leben gerufen hat. Und die Geschichte beweist, dass die beiden Automobilgiganten aus dem Land der aufgehenden Sonne gerne den Zweikampf suchen. Als Toyota Anfang dieses Jahrtausends mit einem eigenen Team in die Formel 1 einstieg, übernahm Honda das BAR-Team und ging ebenfalls unter eigenem Namen an den Start.

Kommt die Reglement-Revolution 2014?

2008 war die Wirtschaftskrise dafür verantwortlich, dass zunächst Honda beim Team den Stecker zog und dieses an Teamchef Ross Brawn übergab, der schließlich mit Jenson Button den Titel holte - ein Jahr nach Honda beendete Toyota sein Engagement in der "Königsklasse" des Motorsports.

Ob Honda in die Formel 1 zurückkehren wird, wird auch davon abhängen, ob man wie ursprünglich geplant 2014 von den 2,4-Liter-V8-Triebwerken auf 1,6-Liter-Turbomotoren wechselt. Eigentlich schien bereits alles klar, doch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone deutete zuletzt an, dass er die Revolution im letzten Moment verhindern will.

Auch Renault wäre aber von einem derartigen Schritt alles andere als begeistert - die Franzosen rüsten derzeit vier Teams mit Motoren aus. Renault ist neben Ferrari und Mercedes nur einer von drei Automobilherstellern, die derzeit in der Formel 1 aktiv sind. Ein Honda-Einstieg wäre daher äußerst attraktiv.

Fotoquelle: xpb.cc



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