David Coulthard hatte in seiner Formel-1-Karriere einige Kollisionen mit "Schumi"

Formel 1 2012

— 11.10.2012

Coulthard: "'Schumi' war Rad an Rad stets grenzwertig"

David Coulthard ist der Meinung, dass das Comeback die andere Seite des Michael Schumacher zeigte, schließlich fuhr in seiner ersten Karriere meist auf und davon



David Coulthard und Michael Schumacher gerieten in ihrer aktiven Karriere einige Male aneinander. Nach der Kollision in Spa-Francorchamps im Regen warf der Rekordweltmeister dem Schotten sogar vor, dass er in umbringen wollte, doch in den vergangenen Jahren wurde das Verhältnis der beiden freundschaftlicher und respektvoller.

Coulthard trat bereits 2008 in Brasilianer zurück und wechselte in die DTM, Schumacher beendete dieses Jahr ebenfalls in Interlagos seine Karriere. "Es ist die richtige Entscheidung aufzuhören", richtet Coulthard seinem ehemaligen Rivalen via 'Autosport' aus. "Nichts währt ewig - so ist das Leben und auch der Sport, und es wird ständig bewiesen."

Doch wie schätzt Coulthard Schumachers Karriere in Anbetracht des mäßig erfolgreichen Comebacks ein? "Auf dem Höhepunkt der Karriere war Michael unschlagbar", findet der 41-Jährige. "Jetzt war er nicht mehr so gut wie früher, aber auch nicht so schlecht, wie manche meinen."

Coulthard zweifelt "Schumis" Fähigkeiten im Duell an

Ihm fällt aber auf, dass Schumacher viel öfter in Zwischenfälle verwickelt war als in seiner ersten Karriere. Er hat auch eine Theorie dafür: "Er steckte ja nicht oft im Feld fest und war meistens vorne, also konnten wir seine Fähigkeiten als Rennfahrer nie wirklich beurteilen. Wir wussten, dass er unglaublich schnell war, dass er ein außergewöhnlicher Teamleader war und dass er ein Team wachrütteln konnte. Aber er war immer an der Grenze, wenn es um Rad-an-Rad-Duelle ging."

Coulthard ist der Meinung, dass die Comebackjahre das Bild von Schumacher dreidimensionaler machten: "Wenn du diese Art Rennfahrer in die Mitte des Feldes stellst, dann gerät er ins Stocken. Wir haben also eine andere Seite von Michael gesehen." Er will Schumachers Leistung und sein "unglaubliches Vermächtnis" mit dieser Betrachtung aber laut eigenen Angaben nicht schmälern.

Coulthard erinnert sich an eigenen Rücktritt

Er glaubt auch nicht, dass die Motivation des Rekordweltmeisters in den verbleibenden fünf Grands Prix durch die Rücktrittentscheidung leiden wird: "Ich bin sicher, dass er genauso professionell wie immer sein wird." Zumal auch er nach seiner Bekanntgabe in Silverstone 2008, mit Saisonende zurückzutreten, keine Motivationsprobleme hatte.

Beim letzten Formel-1-Rennen seiner Karriere in Sao Paulo überkam ihn dann aber doch etwas Wehmut. Das zeigte sich in der Phase vor der Startaufstellung: "Ich fuhr drei oder vier Runden durch die Boxen, denn das Auto fühlte sich gut an, und ich zelebrierte, dass ich dieses Gefühl zum letzten Mal hatte. Ich wusste aber nicht, dass ich in der ersten Kurve einen Unfall haben würde. Ich war aber mental vollkommen bereit für den Rücktritt. Ich wusste, dass es Zeit war für neue Dinge. Michael hat wahrscheinlich das gleiche Gefühl."

Fotoquelle: xpb.cc

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