Vettel ist nach dem ersten Trainingstag in Yeongam vorsichtig optimistisch

Formel 1 2012

— 12.10.2012

Vettel: "Müssen für morgen einen Schritt machen"

Sebastian Vettel erklärt, warum die Freitag-Bestzeit in Südkorea trügerisch ist, wieso er McLaren so stark einschätzt und was er von Alonsos Twitter-Kampfansage hält



Starker Auftakt für Sebastian Vettel in Südkorea: Der Red-Bull-Pilot fuhr die schnellste Zeit des Tages und entschied das zweite Freie Training drei Hundertstel vor seinem Teamkollegen Mark Webber für sich. Auf den Plätzen drei und vier im Gesamtklassement landeten seine beiden WM-Rivalen Lewis Hamilton und Fernando Alonso. Nach dem Training erklärt Vettel, was die Bestzeit wert ist, warum er McLaren auf der Rechnung hat, und was er von Fernando Alonsos philosophischer Twitter-Kampfansage hält.

Frage: "Sebastian, wie lautet dein Fazit nach dem ersten Trainingstag?"
Sebastian Vettel: "Alles in allem können wir recht zufrieden sein. Es sieht extrem eng aus. Wir waren heute nicht mit jedem Run glücklich, aber die Strecke hat sich heute Morgen sehr stark verändert - es war besser als wir es erwartet hatten. Am Nachmittag war es zu Beginn sehr rutschig, aber am Ende wurde es etwas besser. Das Auto hat sich gut angefühlt, und jetzt müssen wir für morgen arbeiten, denn wir müssen uns verbessern, damit wir mit den anderen mithalten können."

Frage: "Bei dieser Leistungsdichte geht es um Hundertstel, um Tausendstel."
Vettel: "Es ist eng. Ich glaube, das Ergebnis heute ist nicht so wichtig, aber wichtig ist, dass wir ungefähr bei der Musik sind. Es hat sich soweit alles gut angefühlt, und wir können für morgen noch einen Schritt machen. Das müssen wir, denn gerade McLaren war im Longrun ziemlich schnell, deswegen schauen wir mal, was morgen dann geht."

Frage: "Hattet ihr Probleme mit Graining oder überhitzenden Reifen?"
Vettel: "Wir hatten heute Morgen ein paar Probleme, aber ich glaube das lag vor allem an der Strecke. Es war noch recht 'grün', und die Strecke hatte kaum Grip. Ich habe mit die Reifen am Nachmittag noch nicht angeschaut, aber das sollte in Ordnung gewesen sein."

Frage: "Wie schätzt du die beiden Mischungen ein?"
Vettel: "Die beiden Mischungen sind nicht so weit auseinander. Die Runde auf den Supersoft-Reifen hätte besser sein müssen, da war nicht ganz zufrieden. Keiner hatte glaube ich echte Probleme, gerade mit viel Benzin im Tank sind die Reifen niemandem um die Ohren geflogen. Darauf lässt sich aufbauen. Am Sonntag kann das aber noch einmal ganz anders sein. Die Strecke wird sich noch verändern, und wir haben gesehen, dass das Fenster, in dem sich die Reifen wohl fühlen, dieses Jahr extrem schmal ist. Da kann noch viel passieren. Soweit sind wir aber ganz zufrieden."

Frage: "Eure Topspeed-Werte sind besser geworden: Ihr seid nicht mehr Letzter, sondern in der Mitte, und damit auch schneller. Kannst du begründen, woran das liegt?"
Vettel: "Man versucht natürlich immer, das Optimum zu finden. Man sucht immer den idealen Kompromiss zwischen Geschwindigkeit auf der Geraden und Abtrieb in den Kurven. Ich glaube, dass wir seit Singapur ein bisschen besser dastehen - vor allem im Qualifying-Trim - und das ein bisschen hilft im Vergleich zu den anderen."

Frage: "Welche Rolle könnte Mark noch spielen - zum Beispiel als Puffer wie heute?"
Vettel: "Ja, ich sage einmal, dass das heutige Ergebnis morgen ziemlich egal ist - am Sonntag dann auch. Ich glaube, wir hatten heute einen guten Tag, beide von uns hatten keine gröberen Probleme und konnten immer ein bisschen schneller werden. Jetzt müssen wir noch schauen, wie gut die Abstimmung im Vergleich zu den anderen im Renntrim war. Wer welche Rolle dann einnehmen kann, das ist noch zu weit weg."

Frage: "Alonso hat getwittert, dass er über die See kommt, wenn du meinst, über die Berge angreifen zu können. Oder umgekehrt. Er hat immer einen Plan B, will er damit sagen. Was sagst du dazu?"
Vettel: "Ich weiß nicht, ob man das heute so lösen muss, aber ich glaube, wir konzentrieren uns einfach auf uns. Wir haben keinen Plan A und keinen Plan B, sondern versuchen, unser Ding durchzuziehen. Wir haben bei den letzten Rennen gesehen, wie schnell sich die Dinge verändern können. Ich glaube, zu viel zu philosophieren und zu grübeln, was richtig und was falsch ist, ist nicht unser Stil. Wir haben unseren Stiefel an und versuchen damit durchzukommen."

Frage: "In Südkorea sind alle verrückt nach dem Musikvideo des Hits Gangnam Style. Hast du die Tanzbewegungen schon gelernt?"
Vettel: "Ich glaube nicht, dass man dafür Tänzer sein muss. In den letzten Tagen kommt man da nicht drum herum."

Fotoquelle: xpbimages.com

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