Daumen hoch für eine nicht ganz perfekte Runde: Mark Webber

Formel 1 2012

— 13.10.2012

Webber: "Das war noch nicht das Nonplusultra"

Der Australier ist glücklich, die Formschwäche der vergangenen Wochen überwunden zu haben und glaubt, dass es im Rennen enger zugehen könnte



In Monaco hatte er noch von der Rückversetzung Michael Schumachers profitiert, am Samstag in Yeongam hat Mark Webber es aus eigener Kraft geschafft: Der Red-Bull-Pilot startet von der Pole-Position in den Südkorea-Grand-Prix - vor seinem Teamkollegen Sebastian Vettel und McLaren-Konkurrent Lewis Hamilton. In der FIA-PK schildert Webber, warum der RB8 zum Saisonende immer schneller wird und welche Gründe es dafür gibt, dass seine Rundenzeit von 1:37.242 Minuten noch nicht das Ende der Fahnenstange war.

Frage: "Mark, herzlichen Glückwunsch zu deiner ersten Pole-Position in dieser Saison."
Mark Webber: "Ach, ja, in Monaco hatte ich sie ja kampflos geholt. Es ist also die erste, die ich auf der Strecke eingefahren habe, nachdem es in Silverstone Spitz auf Knopf mit Fernando stand. Die meisten Qualifyings in diesem Jahr waren knappe Angelegenheiten und ich bin sehr, sehr glücklich, die Sache heute über die Bühne gebracht zu haben, die Pole-Position gesichert zu haben."

Keine Gewissheit über Südkorea-Form

"Es war ein vernünftiger Umlauf, den wir realisiert haben, als es darauf ankam. Jeder hat Stärken und Schwächen auf der Runde, ich habe im dritten Abschnitt gerade genug gemacht - nur darum geht es im Qualifying. Die vergangenen Rennwochenenden waren knifflig für mich, da bin ich jetzt wirklich glücklich, von der Pole-Position starten zu können. Morgen ist der wichtige Tag und wir sind in einer guten Position, um ein gutes Resultat einfahren zu können."

Frage: "Red Bull sah am vergangenen Wochenende sehr stark aus und ist auch in Südkorea konstant an der Spitze gewesen. Was ist das Geheimnis?"
Webber: "Nach den Eindrücken aus Suzuka hatten wir das Gefühl, das Auto etwas verbessert zu haben, aber das ist im Moment so schwierig einzuschätzen. Wir hatten zum Beispiel in Valencia einen guten Wagen, danach war es dann nicht mehr so einfach. Wir tappten nach Suzuka also noch etwas im Dunkeln."

"Als wir hier ankamen, wussten wir, dass es keine Selbstverständlichkeit sein würde, aber wir haben sicherlich ein gut zu fahrendes Auto. Die Jungs haben sehr, sehr hart gearbeitet und fraglos macht sich das nun bezahlt. Wir bleiben auf uns selbst konzentriert und versuchen einfach weiter, die Rundenzeiten nach unten zu drücken - soweit, wie es geht. Glücklicherweise gelingt uns das, denn der Abstand zu Lewis ist nicht so groß."

Nicht alles aus der Pole-Runde herausgeholt

Frage: "Wie hast du deine Runde empfunden?"
Webber: "Ziemlich gut. Wir hatten einige Optionen und kleine Probleme im Hintergrund, die wir auf der Runde so gut wie möglich kontrolliert haben. Die Zeit war sehr gut, abgesehen von Kurve 15. Da habe ich einen Fehler gemacht. Die Einfahrt war noch in Ordnung, aber der Ausgang war alles andere als großartig. Davon abgesehen hat alles funktioniert. In den Kurven elf und zwölf habe ich alles herausgeholt."

"Alles in allem war es eine enge Session für alle Beteiligten, mit Höhen und Tiefen. Angefahrene Reifen, neue Reifen: Fernando (Alonso, Anm. d. Red.) ist irgendwann eine ziemlich beachtenswerte Rundenzeit auf gebrauchten Pneus gefahren. Aber so liegen die Dinge: Haben die Pirelli erst ein paar Kilometer drauf, kann sich die Lage ändern."

Frage: "Bist du nach den Problemen am Vormittag blind in das Qualifying gegangen?"
Webber: "Wir haben im dritten Freien Training nicht ansatzweise die Fahrtzeit bekommen, die wir uns gewünscht hätten. Da sind wir mit einem Rückstand reingegangen, aber wir haben eine Menge Erfahrung und wissen, worauf wir uns konzentrieren müssen. Die Informationslage war also ziemlich dürftig."

Aufwärtstrend begann in Belgien

"Es gab etwas aufzuholen. Auf meiner ersten Runde auf den weichen Reifen in Q2 sind mir keine besonders guten Sektoren zwei und drei gelungen - weil die Balance Probleme bereitet hat und auch noch aus anderen Gründen, an denen Ciaron (Pillmbeam, sein Renningenieur, Anm. d. Red.) gearbeitet hat. Darauf haben wir uns in Q3 konzentriert und den Job erledigt."

Frage: "Wie stark hat sich das Auto seit dem Sommer verändert? Seid ihr zufrieden?"
Webber: "Seit der Sommerpause? Ja, wir haben bei jedem Grand Prix kleinere Updates gebracht. Wenn ich mir ansehe, in welcher Form das Auto seit dem Rennen in Spa-Francorchamps ist - wo wir aber wie in Monza ein anderes Aeropaket hatten - und wo wir jetzt stehen, hat sich die Basis ordentlich verbessert. Wir versuchen bei jedem Rennen, an Kleinigkeiten zu feilen. Bei manchen Grands Prix nutzen wir keine neuen Teile, bei der nächsten Gelegenheit holen wir dann noch etwas mehr auf."

Im RB8 steckt noch Potenzial

"Wir sollten im Hinterkopf behalten, dass sehr viel von der Strecke abhängt und müssen verstehen, welche Anforderungen welche Piste stellt. Die Pisten an den vergangenen zwei Rennwochenenden kamen uns entgegen, was das Layout betrifft, ganz speziell Suzuka. Glückliche Fahrer sind welche, die vorne stehen. Wenn du in der Nähe der Spitze bist, befriedigt dich das, aber du kannst noch immer Verbesserungen am Auto vornehmen. Da gibt es immer Bereiche. Daran müssen wir weiter arbeiten."

Frage: "Es sieht so aus, als sei die Konkurrenz im Rennen ziemlich dicht beieinander. Dichter als im Qualifying."
Webber: "Ja, das stimmt. Wir sind uns nicht so sicher, wie das Kräfteverhältnis im Rennen aussieht. Aber wir sind sonntags eigentlich immer ziemlich stark. Wir müssen uns beim Start gut anstellen und ein sauberes Rennen abliefern."

Fotoquelle: xpbimages.com

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