Hülkenberg konnte sich heute eindrucksvoll gegen die Konkurrenz durchsetzen

Formel 1 2012

— 14.10.2012

Hülkenberg beschert Force India wichtige Punkte

Nicht zuletzt dank eines denkwürdigen Manövers sicherte Nico Hülkenberg Force India wichtige acht Punkte für die Teamwertung - Lücke zu Sauber wird kleiner



Nico Hülkenberg lieferte in Südkorea am Rennsonntag erneut eine starke Vorstellung ab: Der Force-India-Pilot war von Position acht gestartet und sah nach einem starken Rennen als Sechster die Zielflagge, der acht wichtige Punkte für seinen Rennstall bedeutete. In der Teamwertung konnte Force India dadurch Boden auf den Sechstplatzierten Sauber gutmachen. Denkwürdig war heute vor allem ein Manöver Hülkenbergs gegen Lewis Hamilton und Romain Grosjean, die er beide auf einmal überholen konnte.

"Das Rennen hat wirklich Spaß gemacht und es ist großartig, so ein Ergebnis einzufahren", so Hülkenberg nach dem Rennen. "Es war jedoch kein einfaches Rennen, da ich lange Zeit den Lotus von Romain Grosjean im Heck hatte. Mit ihm lieferte ich mir ein paar tolle Manöver. Selbst beim ersten Boxenstopp ging es mit Romain sehr eng zu, doch das Team hat fantastische Arbeit geleistet und es war sehr wichtig, zu diesem Zeitpunkt vor ihm zu bleiben."

Zum angesprochenen Manöver sagt der 25-Jährige grinsend: "Ich denke, der beste Moment im Rennen war der Kampf mit Lewis (Hamilton; Anm. d. Red.) und Romain im letzten Rennabschnitt, als ich in Kurve beide überholte. Sie fuhren beide auf die Innenbahn, also sah ich die Möglichkeit, auf der Außenbahn vorbei zu fahren. Das sorgte bei mir natürlich für ein Lächeln im Gesicht. Das ganze Team hat heute einen tollen Job gemacht und wir können zu unserem Heimrennen in Indien viele positive Erkenntnisse mitnehmen."

Für Teamkollege Paul di Resta lief es in Yeongam hingegen alles andere als positiv. Schon im Qualifying am Samstag kam der Schotte nicht über einen 14. Startplatz hinaus. Im Rennen verpokerte sich sein Team dann etwas und er wurde letztendlich außerhalb der Punkte Zwölfter: "Das war in vielerlei Hinsicht ein schwieriges Rennen und man kann schon sagen, dass uns das Qualifying-Ergebnis heute wirklich einen Strich durch die Rechnung gemacht hat", so di Resta. "Wir waren davon ausgegangen, dass der superweiche Reifen im Rennen besser funktionieren würde, also sparten wir ihn für den zweiten Rennabschnitt auf."

Di Resta fährt fort: "Der weiche Reifen zu Rennbeginn hielt jedoch nicht lange genug und als ich dann auf die superweiche Mischung wechselte, lösten sie sich ziemlich schnell auf. Unsere Strategie war also nicht die beste, was sich auf das gesamte Rennen auswirkte. Ich blieb außerdem im Verkehr hängen und konnte somit nicht weiter nach vorne kommen. Positiv anzumerken ist, dass das Auto angesichts Nicos Punkteplatzierung hier konkurrenzfähig war. Es ist nur etwas frustrierend, dass ich das nicht nutzen konnte."

Teamdirektor Robery Fernley zeigt sich nach dem Rennen vor allem begeistert von Hülkenbergs Manöver gegen Hamilton und Grosjean: "Das war sehr, sehr hart, extrem gut", so Fernley. "Vielleicht eines der schönsten und saubersten Überholmanöver, das wir seit einiger Zeit gesehen haben. Exzellent!"

Laut Fernley sei man bei di Resta strategische Risiken eingegangen, weil man offenbar mit einer anderen Strategie der Konkurrenz rechnete, die sich letztendlich aber nicht bewahrheiten sollte: "Wir trafen mit ihm eine strategische Reifenentscheidung, um das abzudecken, was wir dachten, dass mit Sauber und Williams passieren würde", so der Brite. "Wir vermuteten, dass sie auf einen Stopp gehen könnten. Wir hatten das auch vor, aber wir wandten uns relativ früh von diesem Plan ab. Das hat Paul nicht geholfen, aber der Sinn war, uns als Team für alle Eventualitäten abzusichern."

Eine Ein-Stopp-Strategie sei möglich - Williams-Pilot Pastor Maldonado kam nur einmal an die Box, wurde allerdings nur 14. -, aber nicht sinnvoll gewesen: "Das Problem ist, mit der Entwicklung der Strecke und so weiter: Wenn man nicht darauf vorbereitet ist, kann man plötzlich sehr dumm dastehen, wenn man nicht mit einem der beiden Autos entsprechend reagieren kann."

In der WM-Wertung tastete man sich mit den acht Punkten durch Hülkenberg wieder etwas näher an Sauber heran, die heute in Südkorea leer ausgingen. Der Rückstand beträgt derzeit noch 27 Punkte. Jetzt sei es wichtig, diesen Schwung zu den verbleibenden vier Rennen mitzunehmen: "Wir wissen, was wir zu tun haben, und das Ergebnis heute war im Soll. Wir dürfen das aber nicht in drei von vier Rennen schaffen, sondern in vier von vier", gibt Fernley die Zielrichtung vor.

Fotoquelle: xpbimages.com

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