Romain Grosjean und Kimi Räikkönen reisen voller Vorfreue nach Indien

Formel 1 2012

— 21.10.2012

Lotus: Doppelte Premiere in Indien

Kimi Räikkönen und Romain Grosjean gehen am kommenden Wochenende zum ersten Mal in Indien an den Start, haben aber keine Kopfschmerzen deswegen



Am kommenden Wochenende gastiert der Formel-1-Zirkus zum zweiten Mal auf dem Buddh International Circuit im indischen Noida, doch für das Lotus-Team wird es eine Premiere im doppelten Sinne. Sowohl Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen als auch Teamkollege Romain Grosjean waren beim Indien-Debüt vor zwölf Monaten nicht am Start und haben daher keine persönlichen Erfahrungswerte auf dem 5,137 Kilometer langen Kurs.

Von diesem Umstand lassen sich aber weder der "Iceman" aus Finnland noch der in Genf geborene Franzose ablenken. "Genau wie Südkorea ist Indien für mich Neuland. Ich war noch nie in diesem Land und habe die Strecke noch nicht mit eigenen Augen gesehen", sagt Räikkönen und fügt hinzu: "Das ist aber auch ohne Runden im Simulator kein großes Problem. Ich mag es, neue Orte zu besuchen und neue Strecken sind immer interessant."

Am vergangenen Wochenende hatte Räikkönen den Korea International Circuit in Yeongam "nach wenigen Runden im ersten Freien Training verinnerlicht", wie er sagt. "Also erwarte ich auch diesmal keine Probleme." Nachdem Lotus in Südkorea den neuen Coanda-Auspuff erstmals im Rennen einsetzte, rückt man auch in Indien mit der Neuentwicklung aus. "Hoffentlich können wir dadurch etwas an Tempo zulegen", so der Finne.

Räikkönens Titelhoffnungen intakt

Eine Prognose sein Abschneiden betreffend will der Ex-Weltmeister nicht abgeben. "Es ergibt keinen Sinn, konkrete Ziele anzuvisieren. Wir müssen einfach weiterarbeiten wie bisher, um so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Dann werden wir sehen, was am Ende dabei herauskommt. Der Rückstand in der Weltmeisterschaft ist schon recht groß, aber wir werden bis zum Schluss kämpfen", sagt Räikkönen, der mit 48 Punkten Rückstand auf WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel (Red Bull) bei vier ausstehenden Rennen noch Chancen hat, in seiner Comeback-Saison den WM-Titel zu gewinnen.

An der eigenen Motivation soll es nach Aussage von Räikkönen nicht scheitern. "Meine Motivation ist so groß wie immer. Auch in der Saison 2007 wurde die Weltmeisterschaft erst im letzten Rennen entschieden. Alles ist möglich", verweist er auf den Gewinn seines ersten WM-Titels am 21. Oktober 2007 in Sao Paulo.

Grosjean erwartet keine Probleme beim Erlernen der Strecke

Während Räikkönen in wenigen Tagen zum ersten Mal überhaupt nach Indien reist, war Teamkollege Grosjean in Zivil schon in Noida. Auf seine ersten Runden auf dem Buddh International Circuit muss aber auch der Franzose warten, bis am Freitagvormittag das erste Freie Training beginnt.

"Im vergangenen Jahr war ich in meiner Rolle als dritter Fahrer des Teams vor Ort und muss sagen, dass die Strecke genau wie die gesamte Anlage sehr eindrucksvoll ist. Es gibt sowohl langsame als auch schnelle Passagen. Es wird sicher Spaß machen, dort zu fahren. Ich freue mich schon darauf, die Geheimnisse der Strecke kennenzulernen", so Grosjean.

Da der 26-Jährige in diesem Jahr seine erste volle Formel-1-Saison bestreitet, ist ihm der Prozess des Erlernens einer unbekannten Strecke ohnehin bestens vertraut. "Normalerweise habe ich damit keine Schwierigkeiten. Hoffentlich wird es in Indien genauso sein, sodass wir uns frühzeitig auf die Erarbeitung des Setups für Qualifying und Rennen konzentrieren können." Dank der hochgestochenen Technik in der Formel 1 sind dem Team inklusive Grosjean "Werte wie Bremsdruck am Kurveneingang, Gaspedalstellung am Kurvenausgang und Geschwindigkeit am Scheitelpunkt längst bekannt".

Bedenken, dass er während der ersten Sekunden des Rennens am Sonntag für Unruhe sorgen könnte, hat Grosjean nicht. "Vor dem Start in Südkorea war ich schon etwas nervös. Doch das Team und auch ich selbst haben viel getan, um die Dinge der Vergangenheit zu verstehen. Das hat eindeutig geholfen", spricht der in dieser Saison vielgescholtene Franzose die intensiven Gespräche mit Teamchef Eric Boullier und eingängige Analysen seiner Startkollisionen an und hält fest: "Ich war in diesem Jahr oft mein größter Feind. Das ist aber hoffentlich Geschichte, sodass wir nach vorn blicken können."

Fotoquelle: Lotus

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