Jenson Button will nach der Nullnummer von Südkorea in Indien wieder angreifen

Formel 1 2012

— 22.10.2012

McLaren will in Indien zurück in die Erfolgsspur

Nach zwei enttäuschenden Rennen will McLaren in Indien wieder in die Erfolgsspur zurückkehren - Fahrer schwärmen von Land und Strecke



Die vergangenen beiden Rennen der Formel 1 verliefen nicht nach dem Geschmack von McLaren. Während Jenson Button und Lewis Hamilton in Japan zwar zum ersten Mal seit Valencia das Podium verpassten, als Vierter und Fünfter aber noch wertvolle WM-Punkte einfuhren, geriet das Rennen in Südkorea fast zur Nullnummer. Button wurde schon in Runde eins durch einen unverschuldeten Unfall aus dem Rennen gerissen, Hamilton wurde, von Reifenproblemen und einem mitgeschleiften Rasenteppich eingebremst, gerade noch Zehnter.

Angesichts einer solchen Anhäufung von Umgemach wird Teamchef Martin Whitmarsh fast schon zum Formel-1-Philosophen: "Unsere Rennen in Japan und Südkorea waren nicht gerade berauschend. Das Glück war in diesen beiden Rennen nicht auf unserer Seite, was wieder einmal zeigt, dass kein Team oder Fahrer von Glück oder Pech verschont bleibt", sagt Whitmarsh. "Das Glück ist einem nicht immer hold, aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir uns nach zwei enttäuschenden Rennen bei den kommenden beiden Läufen besser aus der Affäre ziehen."

Davon ist auch Button überzeugt, der Südkorea bereits abgehakt hat. "Obwohl es nicht mein Fehler war, war mein Wochenende in Südkorea eine verpasste Chance. Aber das liegt schon weit hinter mir, jetzt freue ich mich auf die kommenden beiden Rennen", so der 32-Jährige. Im Vorjahr war Indien für Button ein gutes Pflaster. "Im vergangenen Jahr ist der Indien-Grand-Prix gut für mich gelaufen. Ich hatte ein einwandfreies Rennen, in dem ich vom Start bis ins Ziel auf Position zwei fuhr. Ich mag die Strecke und habe dort ein gutes Gefühl."

Strecke begeistert die Fahrer

Auch Teamkollege Hamilton freut sich auf das Rennen auf dem Subkontinent. "Ich liebe Indien - die Menschen, die Farben, die Geräusche, das Spektakel, das Chaos", schwärmt der 27-Jährige. "Es ist ein intensives, lebendiges Land, mit sehr freundlichen und enthusiastischen Menschen." Doch nicht nur das Land, sondern auch der Buddh International Circuit hat es ihm angetan. "Die Strecke ist eine Offenbarung. Die meisten modernen Strecken fühlen sich im Cockpit ähnlich an, mit ein und demselben Fahrstil und Rhythmus kommt man in der Regel überall zurecht", erklärt Hamilton.

"Aber der Buddh International Circuit erinnert mich eher an großartige Strecken wie Spa-Francorchamps als an die modernen Kurse, denn er hat einen unglaublichen Fluss. Beginnend bei Kurve vier, einer langgezogenen Rechtskurve, die bergab führt, folgen einige sehr schnelle, flüssige Kurven, in denen du das Auto absolut am Limit bewegen kannst", schwärmt der Brite über den vom deutschen Architekten Hermann Tilke entworfenen Kurs. Auch Button findet: "Auf jeden Fall ist sie anderes als die üblichen Rennstrecken."

Zweitschnellster Kurs im Kalender

"Zum einen sind ist die Strecke in der Anfahrt zu den Kurven drei und vier unglaublich breit, fast wie eine Autobahn. Dadurch kann man verschiedene Linien fahren, was das Überholen erleichtert. Wie ich gehört habe, soll es auf der neuen Strecke in Austin ähnlich sein", sagt Button. "Auch die Kurvenkombination zehn und elf ist sehr speziell. Das ist eine leicht überhöhte Doppelrechtskurve, die ein wenig an die Spoon-Kurve in Suzuka erinnert. Eine solch schnelle Kurve ist für eine neue Strecke ungewöhnlich. Wenn das Auto richtig gut liegt, macht sie eine Menge Spaß, dann spürt man, wie die Fliehkräfte an einem zerren."

"Im Vorjahr hatte ich kein besonders gutes Wochenende", blickt Hamilton auf 2011 zurück, "aber ich glaube, dass ich derzeit besser fahre als jemals zuvor - auch, wenn sich das nicht in den Resultaten niederschlägt. Daher bin ich fest entschlossen, in Indien ein gutes Resultat zu erzielen. Ich glaube, unser Auto passt zur Strecke, daher kann ich es kaum erwarten, am Freitag auf die Strecke zu gehen."

Für Teamchef Whitmarsh steht fest: "Der Grand Prix von Indien hat das Potenzial, ein Klassiker im Formel-1-Kalender zu werden. Die Strecke wird von allen Fahrern geschätzt, die Fanbasis ist begierig und bereit für die Formel 1 und das Marktpotenzial auf dem gesamten Kontinent ist gewaltig. Ich glaube an den Nutzen des Indien-Grand-Prix."

Fotoquelle: McLaren

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