Vicky Chandhok versteht, dass Sohn Karun Chandhok nicht mehr Formel 1 fährt

Formel 1 2012

— 23.10.2012

Vater Chandhok: "Als Ersatzmann erreichst du nichts"

Vicky Chandhok erklärt, unter welchen Umständen sein Sohn Karun Chandhok in die Formel 1 zurückkehren würde und warum Indien eine Fahrerflaute bevorsteht



Die Formel-1-Karriere von Karun Chandhok währte nicht lange. Der Inder bestritt 2010 die erste Saisonhälfte für HRT und wechselte dann zum ehemaligen Lotus-Team (heute Caterham) als Testfahrer. Ursprünglich war geplant gewesen, dass er bei der Grand-Prix-Premiere auf dem Buddh International Circuit zum Einsatz kommt, weshalb er sich beim Deutschland-Grand-Prix einschießen durfte, doch schließlich reichte das Geld für einen weiteren Einsatz nicht mehr aus.

Dieses Jahr tritt Chandhok in der WEC an - auch bei den 24 Stunden von Le Mans war er mit von der Partie. Laut seinem Vater Vicky Chandhok - als Präsident des indischen Motorsportverbands eine der treibenden Kräfte hinter dem Indien-Grand-Prix - hat er mit der Formel 1 noch nicht abgeschlossen.

Vater Chandhok gegen Hinterbänklerdasein

"Die Formel 1 hat immer Priorität", sagt Vicky Chandhok gegenüber 'F1Pulse.com'. "Das darf man nicht außer Acht lassen, denn die Formel 1 ist etwas Besonderes und wird immer die Königsklasse sein." Zumal aus Indien kaum Talente nachdrängen: "Nach Narain Karthikeyan und Karun wird es für viele Jahre keinen Inder geben, der über den internationalen Motorsport in die Formel 1 kommen wird", mahlt Vater Chandhok ein düsteres Bild für den indischen Motorsport.

Er versteht aber die Entscheidung seines Sohnes, sich nach Alternativen zur Formel 1 umgesehen und in die Langstrecken-WM gewechselt zu haben: "Als Familie und für seine Sponsoren hat Karun die vernünftige Entscheidung getroffen, in der Formel 1 aufzuhören. Denn selbst wenn man Geld hineinpumpt, hat man nur einen Platz bei HRT und Marussia. Wohin einen das bringt? Man ist immer noch am Ende des Feldes."

Bessere Perspektiven in der WEC

Der Rennfahrervater sieht es als wichtig an, dass sein Sohn in seiner Entwicklung nicht stehen bleibt. Daher wäre seiner Meinung nach nur ein Wechsel zu einem besseren Team infrage gekommen: "Wenn das aber nicht möglich ist, dann ist es vielleicht besser, zu gehen und etwas zu finden, wo man konkurrenzfähig ist."

Das Engagement in der Langstrecken-Topkategorie LMP1 sei deutlich attraktiver als sein letzter Formel-1-Job beim aktuellen Caterham-Team: "Was bringt es, Ersatz- oder Testfahrer zu sein und das Vormittagstraining am Freitag zu fahren? Um was zu erreichen? Um nichts zu erreichen!" In der Langstreckenszene sieht er für seinen Sohn hingegen bessere Perspektiven als in der Formel 1.

Fotoquelle: xpb.cc

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