Mark Webber will Teamkollege Sebastian Vettel bis zum Schluss die Stirn bieten

Formel 1 2012

— 25.10.2012

Webber: "Ich fahre für niemanden zur Seite"

Mark Webber kratzen die Titelambitionen von Red-Bull-Teamkollege Sebastian Vettel wenig: "Wenn ich eine Chance auf den Sieg habe, werde ich sie nutzen"



Bei noch vier ausstehenden Rennen in diesem Jahr trennen die beiden Red-Bull-Teamkollegen Sebastian Vettel und Mark Webber bereits 63 Punkte. Da in Noida, Abu Dhabi, Austin und Interlagos aber insgesamt noch 100 Zähler zu vergeben sind, will der Australier seine Chance ergreifen, solange sie besteht.

"Mathematisch habe ich eine Chance. Wenn ich an diesem Wochenende in Führung liege, werde ich für niemanden zur Seite fahren", distanziert sich Webber deutlich von einer möglichen Teamorder bei Red Bull und unterstreicht: "Wenn ich eine Chance habe, den Grand Prix zu gewinnen, werde ich sie nutzen."

Der gegenwärtig mit weniger WM-Punkten ausgestattete Red-Bull-Pilot ist sich aber im Klaren darüber, dass es für eine realistische Chance auf seinen ersten WM-Titel "einige üble Rennen von Seb und Fernando" braucht. So hält Webber als realistisches Gesamtbild fest: "Ein paar Rennen zu gewinnen, würde mir auf jeden Fall helfen, aber wenn diese Jungs weiterhin auf den Positionen wie bisher ins Ziel kommen, dann wird es für mich angesichts der aktuellen Punktesituation sehr schwierig. Man soll aber niemals nie sagen."

Suzuka als entscheidender Knackpunkt

Einen entscheidenden Rückschlag bezüglich seiner eigenen Titelambitionen macht Webber rückblickend im Grand Prix von Japan vor drei Wochen aus. "Suzuka hat natürlich weh getan. Dort haben wir eine Menge Punkte verpasst. Diese jetzt in der Tasche zu haben, wäre schön, aber so ist es nicht", spricht er seinen neunten Platz im Rennen an, nachdem er aufgrund der Startkollision mit Romain Grosjean ans Ende des Feldes zurückgefallen war.

Beim Grand Prix von Indien an diesem Wochenende rechnet der Mann vom Fünften Kontinent mit den üblichen Verdächtigen im Kampf um den Sieg. "Wir sollten hier wieder ganz gut aussehen. Wie eng es zugehen wird, müssen wir abwarten. Ich gehe aber davon aus, dass die üblichen Teams - Ferrari und McLaren - zur Stelle sein werden. Ferrari wird vor allem am Sonntag stark sein, weniger am Samstag", vermutet Webber anhand der Erfahrungswerte der bisherigen 16 Saisonläufe. "McLaren hingegen ist samstags in der Regel stark. In Suzuka waren sie daraufhin am Sonntag aber nicht ganz so stark."

Eines stehet für den Red-Bull-Piloten jedenfalls fest: "Wir kommen nicht in der Erwartung eines zweiten Monza-Rennens hier her. Wir sollten gut aussehen." Beim angesprochenen Grand Prix von Italien hatte sich das Weltmeisterteam in puncto Performance bekanntlich nicht nur hinter McLaren und Ferrari, sondern auch hinter Sauber anstellen müssen.

Fotoquelle: Red Bull

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