Fernando Alonso hat zwar die WM-Spitze eingebüßt, nicht aber seine gute Laune

Formel 1 2012

— 25.10.2012

Alonso: Alles ist möglich, alles ist drin

Ferrari-Pilot Fernando Alonso geht frohen Mutes in das viertletzte Rennen des Jahres, weiß aber, dass sein Team dringend auf Red Bull aufholen muss



Die WM-Führung mag Fernando Alonso los sein, nicht aber seine positive Einstellung. Der spanische Ferrari-Pilot glaubt nämlich weiter an seine Titelchance, auch wenn er nun nicht mehr der Gejagte, sondern einer der Jäger ist. Gemeinsam mit Ferrari will er von nun an vier "perfekte Rennen" hinlegen, um im Endspurt der Saison erneut ganz vorn zu stehen. Ein paar Zweifel hat aber selbst Alonso.

Denn vor dem großen Formel-1-Showdown dreht sich vieles um das Entwicklungsrennen, das nach wie vor voll im Gange ist. Und dabei könnte ausgerechnet Ferrari einige Defizite aufweisen. "Bei anderen Teams gibt es wenig Gerede, aber viele Updates. Bei uns gibt es viel Gerede und wenig Updates", klagt Alonso vor dem Großen Preis von Indien beim 'SID'. "Ich kann nichts Positives erkennen."

Dabei sei seine Situation in der WM alles andere als schlecht, sondern "recht gut", wie er behauptet. "Es ist die zweitbeste Ausgangslage für einen Fahrer. Bei noch vier zu fahrenden Rennen haben wir fast so viele Punkte wie Vettel und deshalb in der Gesamtwertung noch alle Möglichkeiten", erklärt der Ferrari-Pilot. "Die Lage ist, wie wir sie haben wollten: Wir kämpfen bis zum Schluss um den Titel."

Allerdings gegen einen starken Gegner, der zuletzt "sehr schnell" gewesen sei, wie Alonso gestehen muss. Er spricht natürlich von Red Bull, dem Team um Weltmeister Sebastian Vettel, das ihm dieser Tage die WM-Führung abgenommen hat. Die Konkurrenz sei vor allem samstags "sehr stark", sagt Alonso. "Und sie werden weiterhin versuchen, ihre Stärken bestmöglich zu nutzen. Genau wie wir."

"Wir haben aber während des gesamten Jahres gesehen, dass jeder seine Höhen und Tiefen hatte. Wir müssen einfach besser werden und versuchen, sie einzufangen", meint der Formel-1-Champion von 2005 und 2006. Für die verbleibenden Rennen könne es daher nur ein Motto geben: "Volle Attacke", wie es Alonso ausdrückt. "In diesem Abschnitt des Jahres musst du ans Limit gehen."

"Das gilt für die Entwicklung des Fahrzeugs, für die Strategie und für die Herangehensweise an ein Rennwochenende. Es macht aber keinen Unterschied zu dem, was wir schon die gesamte Saison über tun. Dank unserer Konstanz und unseres fehlerfreien Auftretens haben wir die WM bis Südkorea angeführt", meint Alonso. "Wir hatten 16 perfekte Rennen. Jetzt brauchen wir noch vier weitere."

"Wenn uns das gelingt, dann sollten wir dem Titelgewinn sehr nahe kommen", sagt der Spanier, der bei zwei seiner 16 "perfekten" Rennen schon in der ersten Runde ausgeschieden ist. Einmal durch Fremdeinwirkung und ohne Schuld in Spa-Francorchamps, das andere Mal ebenfalls mit Beteiligung eines anderen Piloten, aber hauptsächlich wohl durch Pech. Ein besserer Startplatz könnte abhelfen.

Das ist zumindest, was Alonso als Lösung für das "Erstrunden-Problem" vorschwebt. "Es kommt halt darauf an, von wo du losfährst", meint der Ferrari-Pilot. "Kommst du von der Pole-Position, entgehst du 99 Prozent aller Unfälle. Wir müssen uns also samstags steigern, von vorn starten und dergleichen vermeiden. Es gibt aber kein spezielles Rezept, um Zwischenfällen in der ersten Runde zu entgehen."

"Wir waren stets ruhig und gingen nicht zu viele Risiken ein. Diese Ausfälle gehen nicht auf unsere Kappe. Das ist passiert - und es kann auch anderen passieren. Über eine Saison hinweg gleicht sich das aber meist eh aus", sagt Alonso und merkt an: "Meine Motivation ist jedenfalls größer denn je. Das gilt nicht nur für mich selbst, sondern für das gesamte Team. Jeder will diesen Titel gewinnen."

Fotoquelle: Ferrari

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