Ross Brawn und Bernie Ecclestone sind sich über das Concorde-Agreement einig

Formel 1 2012

— 25.10.2012

Concorde-Agreement: Teams laut Brawn vor Unterschrift

Mercedes-Teamchef Ross Brawn erklärt, dass nur noch die Differenzen zwischen Jean Todt und Bernie Ecclestone das Concorde-Agreement verzögern



Nach dem Schlüsseltreffen der Formel-1-Teamvertreter mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und FIA-Boss Jean Todt Anfang dieser Woche drangen zunächst kaum Nachrichten an die Öffentlichkeit, ob man bei den langwierigen Verhandlungen über ein neues Concorde-Agreement einen Durchbruch geschafft hat. Die FIA deutete in einer Pressemitteilung bloß an, dass das Treffen in Paris "konstruktiv" verlaufen sei - ein Begriff, der viel Interpretations-Spielraum zulässt.

Doch nun unterstreicht auch Mercedes-Teamchef Ross Brawn, dass man große Fortschritte erzielt habe - das Concorde-Agreement, das unter anderem die Einnahmenverteilung zwischen den zwölf Teams, dem Inhaber der kommerziellen Rechte Bernie Ecclestone und dem Automobil-Weltverband FIA regelt und mit Saisonende ausläuft, kann laut dem Briten demnächst unterschrieben werden.

Differenzen zwischen Todt und Ecclestone

"Ich denke, dass in all den verschiedenen Punkten eine breite Einigkeit erzielt wurde", wird Brawn von 'Autosport' zitiert. "Oder sagen wir so: Es gab keine Rebellion." Nun liegt es laut dem Mercedes-Teamchef, der gemeinsam mit dem neuen Aufsichtsrat Niki Lauda in Paris war, an Ecclestone und Todt, ihre Differenzen zu klären. "Aus Sicht der Teams gibt es keine Widerstände mehr", bestätigt Brawn."Es sah nicht so aus, als gäbe es noch irgendwelche gröbere Probleme. Ich gehen davon aus, dass es jetzt sehr schnell gehen wird."

Vor dem Treffen hatte es sich noch in einigen Bereichen gespießt: die geplante deutliche Erhöhung der FIA-Nenngebühren, das ab 2014 in Kraft tretende Ressourcen-Restriktions-Abkommen oder die Definition des Begriffs Konstrukteur. Dazu kam der Widerstand der Teams gegen Ecclestones Pläne, die Formel-1-Kommission zu reformieren und nur noch sechs statt zwölf Teams ein Stimmrecht zu geben - dies hätte die Macht der Teams bei Reglemententscheidungen massiv beschnitten.

Warum Lauda am Meeting teilnahm

"Die Höhe der Nenngebühr und der Grund dafür wurde besprochen", gibt Brawn Einblicke. "Am Ende gab es einen allgemeinen Konsens, was wir tun werden - es war also ein ziemlich konstruktives Treffen."

Für viele Teamvertreter war die Anwesenheit Laudas eine Überraschung. Doch der Mercedes-Teamchef hält dies für alles andere als außergewöhnlich, schließlich agierte der Österreicher in den Verhandlungen zwischen dem Team aus Brackley und Ecclestone über das Concorde-Agreement als Mediator. "Niki war da ziemlich involviert", bestätigt Brawn. "Er war also für den Fall dabei, dass diesbezüglich irgendwelche Details besprochen werden. Das war aber nicht der Fall, also war Niki eher ein Beobachter als irgendetwas anderes. Er war wirklich nur deshalb dabei, weil er an den Verhandlungen über die kommerziellen Rechte eng beteiligt war."

Fotoquelle: xpbimages.com

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