In Monza streikte die Lichtmaschine allein bei Sebastian Vettel gleich zweimal

Formel 1 2012

— 26.10.2012

Red Bull: Ab Austin mit neuer Lichtmaschine?

Bei Renault wird fieberhaft an einer neuen Lichtmaschine getüftelt - Da das Aufgebot der Vorjahresversion nicht bis zum Saisonende reicht, wird schon bald gewechselt



Neben den teilweise schwer zu verstehenden Pirelli-Reifen wurde Red Bull in der laufenden Saison vor allem durch eine Komponente am RB8 von WM-Punkten abgehalten: der Lichtmaschine. Allein Weltmeister Sebastian Vettel verlor durch Defekte sowohl in Valencia als auch in Monza jede Menge WM-Zähler. Am Italien-Wochenende ging die Lichtmaschine im Auto von Vettel zudem im Freien Training kaputt. Auch Teamkollege Mark Webber blieb von den Problemen nicht verschont.

So setzt Red Bull seit Singapur auf die Vorjahresversion der von Motorenpartner Renault stammenden Lichtmaschine. Dabei gibt es allerdings ein Problem: Das Kontingent der alten Lichtmaschinen reicht nicht, um damit über die Saison zu kommen. So wird es voraussichtlich am USA-Wochenende in Austin (16. bis 18. November) zum Wechsel auf eine neue Version kommen, die während der zurückliegenden Wochen ausgiebig getestet wurde.

"Die Lichtmaschine wurde modifiziert", bestätigt Renault-Einsatzleiter Remi Taffin gegenüber 'Autosport' und präzisiert: "Wir hatten in Singapur eine neue Version testweise im Einsatz und in Suzuka eine weitere Version. Mit der letztgenannten fuhren wir auch in Südkorea und werden sie auch hier in Indien einsetzen." Damit bezieht sich der Franzose allerdings nicht auf einen Renneinsatz.

"Darüber hinaus läuft die überarbeitete Lichtmaschine auf dem Prüfstand und wird zu einem von uns bestimmten Zeitpunkt der neue Standard werden", so Taffin. Was den Zeitpunkt des Umrüstens betrifft, hält der Renault-Einsatzleiter fest: "Das hängt natürlich von der Laufleistung ab, aber spätestens in den Vereinigten Staaten sollte es soweit sein."

Entscheidung liegt nicht bei den Teams

Neben Red Bull stattet Renault auch die Teams Lotus, Williams und Caterham mit Motoren und somit auch mit Lichtmaschinen aus. Laut Taffin wird es nicht so sein, dass sofort alle Teams die neue Lichtmaschine erhalten. "Wir wissen derzeit noch nicht, wer sie bekommt", sagt der Franzose.

Im Lager des in diesem Jahr erneut in den WM-Kampf involvierten Red-Bull-Teams dürfte die Motivation für einen Abschied von der standfesten Vorjahres-Lichtmaschine hin zu einer mit Fragezeichnen versehenen Neuentwicklung gering sein. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch nicht in den Händen der Teams, wie Taffin betont: "Es ist nicht allein ein Technik-Thema. Es spielen auch persönliche Gefühle mit, wann wir welche Teile einsetzen sollten."

"Wie immer werden wir allein die Entscheidung treffen. Wenn es um Einbauten beim Motor geht, kann man die Entscheidung nicht den Teams überlassen. Das liegt nicht daran, dass sie nicht das entsprechende technische Verständnis hätten, sondern vielmehr an den persönlichen Gefühlen, die dabei eine Rolle spielen", so der Renault-Einsatzleiter.

Fotoquelle: xpbimages.com

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