Sebastian Vettel hatte auch im 3. Freien Training die Nase vorn

Formel 1 2012

— 27.10.2012

Vettel dominiert: Bestzeit im Abschlusstraining

Sebastian Vettel fährt beim Grand Prix von Indien im dritten Training seine dritte Bestzeit und geht als klarer Pole-Favorit in das Qualifying in Noida



Drittes Training, dritte Bestzeit: Sebastian Vettel setzte seine Dominanz beim Grand Prix von Indien auch in den letzten 60 Minuten vor dem heutigen Qualifying fort und verwies seine Verfolger Jenson Button (McLaren) und Teamkollege Mark Webber (Red Bull) um 0,192 beziehungsweise 0,266 Sekunden in die Schranken. Doch seine wahre Überlegenheit auf dem Buddh International Circuit in Noida ist noch wesentlich deutlicher.

Denn der Vorjahressieger brach seine schnellste Runde, auf der er bei der Zwischenzeit weitere vier Zehntelsekunden Vorsprung hatte, wegen Verkehrs ab, und fuhr in der Auslaufrunde noch einmal absolute Bestzeit im ersten Sektor. Webber, zwischendurch einmal neben der Strecke, gelang das gleiche Kunststück auf dem Weg zurück an die Box in Sektor zwei. Das beweist: Red Bull ist an diesem Wochenende die mit Abstand stärkste Kraft - nur McLaren kann annähernd mithalten.

Buttons beste Zwischenzeiten waren in den einzelnen Sektoren um 0,2, 0,1 und 0,3 Sekunden langsamer als jene von Vettel, dennoch hatte er unterm Strich nur 0,2 Sekunden Rückstand auf den Topfavoriten. Lewis Hamilton (McLaren/+0,309) wurde Vierter, warf aber eine seiner schnellen Runden mit einem Drift in der letzten Kurve weg. Auf Platz fünf landete Kimi Räikkönen (Lotus/+0,367) vor Überraschungsmann Bruno Senna.

Jede Menge Arbeit für Sennas Mechaniker

Der Williams-Pilot war nur um 0,372 Sekunden langsamer als Vettel und deutete am Funk sogar an, dass mit einem feingetunten Setup noch ein bisschen mehr gegangen wäre. Seinen Mechanikern blüht in den zwei Stunden bis zum Qualifying allerdings jede Menge Arbeit, weil der KERS-Energiewandler ausgetauscht werden muss. Stark: Seinem Teamkollegen Pastor Maldonado (12.) brummte Senna fast eine Sekunde Rückstand auf.

Auf einen schwierigen Nachmittag muss sich WM-Kandidat Fernando Alonso einstellen, denn der Ferrari-Pilot belegte mit 0,679 Sekunden Rückstand den siebten, Teamkollege Felipe Massa gar nur den elften Platz. Aus der Not heraus probierte Ferrari, auf der langen Geraden teamintern mit dem Windschatten zu spielen. "Ich denke, die haben das heute Nachmittag vor, aber dann müssten sie im ersten Sektor besser sein", vermutet Experte Marc Surer.

Sauber unter den Erwartungen

Michael Schumacher (9./+0,810) hatte diesmal seinen Stallgefährten Nico Rosberg (15./+1,387) sicher im Griff und lieferte eine solide Performance ab. Rosberg landete zudem einmal im Kiesbett, konnte sich aber selbst befreien und weiterfahren. Für Sauber gab es die Plätze 13 (Sergio Perez/+1,320) und 18 (Kamui Kobayashi/+2,141). "Die Ergebnisse sind nicht wirklich überzeugend", twittern die Schweizer enttäuscht.

Timo Glock belegte mit 3,775 Sekunden Rückstand hinter dem Caterham-Duo Kovalainen/Petrow den 21. Rang, war aber um fast sieben Zehntelsekunden schneller als Teamkollege Charles Pic und veranlasste damit die Marussia-Crew zur Erkenntnis, "dass Timos Setup die richtige Richtung" ist. Lokalmatador Narain Karthikeyan klagte zwar über Schnapp-Übersteuern in Sektor zwei, war aber dennoch schneller als Pedro de la Rosa im zweiten HRT.

Das Abschlusstraining brachte vor allem zwei wichtige Erkenntnisse. Erstens: Vettel wird heute Nachmittag ganz schwierig zu schlagen sein. Zweitens: Man muss wohl selbst mit den weichen Pirelli-Reifen (Soft/Option/gelb) mehrere Runden am Stück fahren, um ihr Potenzial optimal zu entfalten. "Es ist Pflicht, dass man für drei Runden Sprit mitnimmt", gibt Surer die Richtung für das entscheidende dritte Qualifying vor.

Fotoquelle: Red Bull

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