Nico Hülkenberg bereitete den indischen Fans zumindest ein bisschen Freude

Formel 1 2012

— 28.10.2012

Sauber: Hülkenberg wieder Sieger gegen di Resta

Nico Hülkenberg lieferte in Indien eine saubere Vorstellung samt Überholmanöver gegen Sergio Perez ab: "Das Auto hat gut funktioniert"



In der ersten Saisonhälfte sah es bei Force India tendenziell eher so aus, als würde Paul di Resta als Sieger aus dem teaminternen Stallduell hervorgehen, doch je länger die Saison dauert, desto besser scheint Nico Hülkenberg in Fahrt zu kommen. Beim Grand Prix von Indien, dem Heimspiel seines Teams, fuhr der Deutsche zum dritten Mal hintereinander in die Punkteränge. Auf dem Weg zu Platz acht lieferte er wieder eine blitzsaubere Vorstellung ab.

"Der Start war eigentlich sehr verhalten. Ich habe glaube ich eine Position verloren", berichtet der Zwölfte der Startaufstellung, der aber schon aus der ersten Runde als Neunter zurückkam. Plätze gutgemacht habe er "später in der Runde, aber erstmal in Kurve eins außen rum einen verloren. Ich hatte dann einen schönen Windschatten von Rosberg und Maldonado, Maldonado noch schön gecasht in Kurve vier. Von da an lief es dann gut."

In der 14. Runde ging Hülkenberg mit DRS an Sergio Perez vorbei - ein Manöver mit Symbolkraft, denn das Sauber-Cockpit des Mexikaners wird er in der nächsten Saison übernehmen. "DRS erledigte das Meiste für mich", gibt er zu. "Ich erwischte einen guten Ausgang aus Kurve drei und war in seinem Windschatten. Dann aktivierte ich DRS. Von da an war es ziemlich leicht, ihn zu überholen. Das Auto hat gut funktioniert", sagt der Force-India-Pilot, der nur einmal, nach etwa zwei Dritteln der Distanz von 60 Runden, via Funk über "instabiles Fahrverhalten" klagte. Aber eine Anpassung der Einstellungen des Differential-Mappings trug offenbar Früchte.

Mehr war nicht drin

Als er nach dem Manöver gegen Perez freie Fahrt hatte, knallte Hülkenberg im ersten Sektor gleich einmal absolute Bestzeit hin, doch bis zur Zieldurchfahrt wuchs der Rückstand nach vorne sogar minimal an: von 6,4 auf 9,7 Sekunden. "Achter war heute das Maximum", meint der 25-Jährige, der in der 28. Runde von weichen auf harte Reifen wechselte. "Eine gute Leistung vom Team, das war eine gute Performance an diesem Wochenende."

"Es war ein ziemlich einsames Rennen, bis Grosjean nach drei Vierteln von hinten kam und Druck gemacht hat. Da wurde es ein bisschen aufregender", grinst Hülkenberg, der die Situation aber gut meisterte und 1,1 Sekunden Vorsprung auf den Lotus-Piloten ins Ziel rettete - keine Selbstverständlichkeit, schließlich hatte Grosjean nicht nur weichere, sondern vor allem auch um acht Runden frischere Reifen drauf.

Ausrollen noch nicht geklärt

Warum er nach der Zieldurchfahrt ausrollte - genau wie Felipe Massa, der gleichzeitig an der Box war und im weiteren Rennverlauf zum Benzinsparen aufgefordert wurde, "weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Ich musste nicht Sprit sparen während des Rennens, aber ich habe nicht nachgefragt. Sie haben gesagt, ich soll stehen bleiben, also bin ich stehen geblieben. Ich hatte auch keine Lust mehr auf Diskussionen, darum habe ich es einfach gemacht."

Ein bisschen ärgerlich findet Hülkenberg, dass sich beim Überrunden ausgerechnet Michael Schumacher vor ihm breit gemacht hat. Eine Schuldzuweisung wirft er seinem Landsmann aber nicht an den Kopf: "Blaue Flaggen haben heute nicht so viele beachtet, auch später die Williams und die Toro Rossos. Es war heute relativ gleichgültig. Aber ich muss auch sagen, es wurden relativ wenig blaue Flaggen gezeigt von der Race-Control."

Für das drittletzte Saisonrennen erwartet sich Hülkenberg "wieder das Gleiche", nämlich: "Punkte müssen her, das ist das Ziel. Ich glaube, Abu Dhabi liegt uns von der Charakteristik noch ein bisschen besser, weil es mehr langsame Kurven gibt und wir ein Auto haben, das mit der Traktion sehr gut ist. Von daher sollte uns das gut liegen. Definitiv sind wieder Punkte das Ziel, idealerweise mit beiden Autos", stachelt er auch an seinen Teamkollegen an.

Fotoquelle: xpbimages.com

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