Martin Whitmarsh verzeiht Sergio Perez gelegentliche Fehler

Formel 1 2012

— 29.10.2012

Whitmarsh über Perez: "Ein aufregender Fahrer"

Martin Whitmarsh sieht über die gelegentlichen Fehler seines nächstjährigen Piloten hinweg und gewährt dem 22-Jährigen weitere Lernzeit



Vor dem Großen Preis von Japan wurde der Wechsel von Sergio Perez zu McLaren für die nächste Saison bestätigt. Wer geglaubt hatte, Perez würde nach der Verkündung dieses wichtigen Karriereschritts nun befreit auffahren, sieht sich bislang getäuscht. Vielmehr scheint den 22-Jährigen seit der Bekanntgabe das Glück verlassen zu haben. Auf WM-Punkte wartet der Mexikaner seitdem vergebens.

In Suzuka wollte er seinen zukünftigen Teamchef offenbar zu sehr beeindrucken. Bei einem sehr gewagten Angriff auf den McLaren von Lewis Hamilton drehte sich Perez beim Anbremsen der Haarnadel und strandete im Kiesbett, während sein Teamkollege Kamui Kobayashi auf Position drei fuhr. In Südkorea litt Perez unter der schwachen Sauber-Form und wurde nur Elfter. Gestern zog er nach einem Überholmanöver zu früh vor den Toro Rosso von Daniel Ricciardo und schlitzte sich dabei an dessen Frontflügel den rechten Hinterreifen auf.

Perez steuerte den C31 in zügiger Fahrt an die Box zurück, wobei er die Radaufhängung des Autos beschädigte und das Rennen kurz darauf aufgeben musste. Die Fahrfehler seines kommenden Piloten sieht Martin Whitmarsh jedoch gelassen: "Er ist ein junger, aufregender Fahrer", sagt der McLaren-Teamchef. "Und Aufregung kann positiv oder negativ sein." Bis zum Reifenschaden war der Brite von der Vorstellung des Mexikaners begeistert. "Er war gestern richtig stark. Er hat den Speed und will gewinnen, das merkt man", so Whitmarsh.

Dass ein junger Fahrer wie Perez noch den ein oder anderen Fehler macht, ist für den Teamchef nur natürlich: "Wenn er im Alter von 22 Jahren nichts mehr dazulernen müsste, würde irgendetwas falsch laufen", meint Whitmarsh. "Er muss noch dazulernen und wird das tun. Ich habe noch nicht viel Zeit mit ihm verbracht, aber ich habe einen sehr intelligenten, ehrgeizigen Fahrer kennengelernt."

Abgesehen von den Vertragsverhandlungen hält sich der Kontakt zu seinem neuen Fahrer derzeit aber noch in Grenzen. "Wie sprechen kaum miteinander, denn wir respektieren, dass er noch für Sauber arbeitet", sagt Whitmarsh. "Wir machen unsere Arbeit, er macht seine. Daher ist der Kontakt begrenzt." Der Teamchef verteilt bei dieser Gelegenheit gleich einmal ein Lob an seine Kollegen: "Sauber ist sehr verständnisvoll und hat akzeptiert, warum er diesen Schritt macht. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu Sauber."

Fotoquelle: xpbimages.com

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