Die übernächste Formel-1-Saison wirft bereits ihren Schatten voraus

Formel 1 2012

— 29.10.2012

2014: Teams arbeiten an ersten Entwicklungen

Da die Autos für kommende Saison lediglich Evolutionen sein werden, haben die Teams Kapazitäten für 2014 frei - Red Bull: "Haben 2014 im Blick"



Auch wenn das Reglement für 2014 noch nicht bis zum letzten Detail fix ist, haben die Teams und Hersteller bereits mit der Arbeit begonnen. Die Motorenlieferanten befinden sich mit der Entwicklung in einem fortgeschrittenen Stadium, während die Konstrukteure der Autos bereits an ersten Lösungen arbeiten. Zur Zeit stehen den Ingenieuren die vielen Variablen im Weg.

Mercedes kannsich durch die spezifische Struktur mit vielen Entscheidungsträgern einfacher auf die getrennte Entwicklung der drei Autos - für den Schlussspurt der laufenden Saison, das kommende Auto und das für 2014 - konzentrieren. Den Teams, die ihren Motor von einem Hersteller beziehen, dürfte die Entwicklung deutlich mehr zu schaffen machen.

Red Bull wartet auf finales Reglement

Red Bull und McLaren müssen abwarten, was Renault beziehungsweise Mercedes machen. "2014 haben wir im Blick", bemerkt Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko gegenüber 'Formula1.com'. "Es wird umfassende Änderungen geben. Das Wichtigste wird die Kooperation mit dem Motorenlieferanten sein, weil es da die größten Änderungen geben wird."

"Wir warten auf das finale Reglement für die 2014er-Autos. Ich habe die Vermutung, dass es kommen wird, sobald das Concorde Agreement unterzeichnet ist", hält Marko fest. Die Arbeit von Motorenpartner Renault stellt er nicht in Frage: "Wir haben eine enge Verbindung zu Renault. Wir werden von ihnen auf dem Laufenden gehalten."

Im Moment steht aber klar die Arbeit am aktuellen Auto im Fokus. "Wir arbeiten bis zum letzten Rennen am aktuellen Auto. Gleichzeitig haben wir die Entwicklung des Autos für die kommende Saison vorangetrieben", schildert Marko, der diese Strategie befürwortet: "Das hat sich bewährt. Wir werden daran festhalten."

Neukonstruktion unumgänglich

Dass die Teams 2014 im Gegensatz zu 2013 nicht um eine komplette Neuentwicklung herumkommen, bestätigt auch Williams-Chefingenieur Mark Gillan. "Das nächstjährige Auto wird bei den meisten Teams eine Evolution des aktuellen Modells sein, da die Regeln im Grunde identisch sein werden. Ab der Saison 2014 ändert sich alles", erklärt er.

"Natürlich wird es hinsichtlich der Technologien Bereiche geben, die sich übertragen lassen. So war es schon immer. Der Großteil der Arbeit wird aber in kompletten Neuentwicklungen und neuen Systemen begründet liegen. Selbst beim Chassis wird es kaum Bereiche gegen, bei denen man etwas übernehmen kann", kündigt Gillan an. "Wenn man einmal anfängt, um den neuen Motor herumzubauen, stellt man fest, dass alles anders ist. Das fängt beim Benzinsystem an und hört bei der Aerodynamik auf."

Effizienz steht im Vordergrund

Bei Williams hat man bereits ordentlich Arbeit geleistet. Über den genauen Entwicklungsstand möchte Gillan keine Details preisgeben. "Wir arbeiten derzeit am ersten Windkanalmodell für 2014", fasst er zusammen. Bei der Entwicklung der Motoren verfolgten die Hersteller einst die Vorgabe: soviel Leistung wie möglich, so standhaft wie nötig. Seit gewisser Zeit ist der Faktor Effizienz eine feste Größe.

In den 1980er-Jahren lag die maximale Tankgröße bei 200 Litern. Später wurde sie auf 150 Liter reduziert, was zur Folge hatte, dass einige ohne Sprit liegen blieben. Ab der Saison 2014 greift laut Reglement die Regel, dass pro Stunde nicht mehr als 100 Kilogramm Sprit verbraucht werden dürfen. "Unterm Strich dreht sich alles um die Effizienz", weiß auch Gillan.

"Auch das ist Teil der technischen Herausforderung, die auf uns zukommt. Wir werden auf diesem Gebiet eng mit Renault zusammenarbeiten und freuen uns schon sehr darauf, den Schritt in diese interessante Periode der Formel 1 mit Renault gemeinsam gehen zu können", so der Williams-Chefingenieur.

Fotoquelle: xpbimages.com

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