Michael Schumacher gefällt Abu Dhabi deutlich besser als Indien

Formel 1 2012

— 30.10.2012

Mercedes hofft nach drei Nullrunden auf Punkte

Michael Schumacher und Nico Rosberg möchten in Abu Dhabi aus eigener Kraft in die Top 10 fahren - Nur 20 Punkte Vorsprung auf Sauber



Nachdem Aufwärtstrend in Monza fiel Mercedes in ein Loch. Auch wenn Nico Rosberg in Singapur noch einmal Punkte holen konnte, deutete sich bereits an, dass es für das Team um Ross Brawn zum Saisonende schwieriger wird. Bei den vergangenen Rennen taten sich die Silberpfeile schwer, in die Punkteränge vorzustoßen. Sauber liegt nur noch 20 Punkte hinter Mercedes. Bei den drei noch zu fahrenden Rennen müssen Rosberg und Michael Schumacher also dringend punkten, um den fünften Platz zu verteidigen.

"Abu Dhabi ist eines der Rennen, zu denen ich gerne fahre", bemerkt Schumacher. "Die Anlage dort ist State of the Art, sehr modern, sehr attraktiv. Das Timing trägt zur Attraktivität noch bei: vom Tag in die Nacht zu fahren ist definitiv etwas ganz Besonderes und bringt einen ganz eigenen Spaß - ein Wort, das sich mit dem Rennen in Indien zugegebenermaßen nicht direkt verbinden lässt."

"Ich hoffe aber, dass wir das, was wir dort über das Wochenende hinweg über unser Auto gelernt haben, in Abu Dhabi positiv umsetzen können", so der Rekordweltmeister, der nur noch drei Rennen bestreiten wird. In der Fahrerwertung liegt der Deutsche auf einem enttäuschenden 14. Platz. Zu Platz zehn fehlen ihm 23 Punkte. Teamkollege Rosberg ist momentan WM-Siebter. Romain Grosjean und Felipe Massa möchten ihm diese Position aber noch streitig machen.

Werden die Reifen wieder zum Problem?

"Das Rennen in Abu Dhabi ist eines der Highlights im Rennkalender, das mit jedem Jahr besser zu werden scheint. Ich fahre gerne auf dieser Strecke, insbesondere angesichts der ungewöhnlichen Bedingungen in der Dämmerung; aber auch die Lage im Yas Marina Jachthafen ist etwas ganz Spezielles", freut sich Rosberg. "An diesem Wochenende wird die Nutzung der Reifen erneut entscheidend sein. Wir arbeiten hart daran und wollen in Abu Dhabi einige Punkte holen sowie mehr für das nächste Jahr lernen."

Auch bei Teamchef Brawn ist die Vorfreude groß: "Der Große Preis von Abu Dhabi hat sich sehr rasch als eines der spektakulärsten Rennen des Jahres etabliert und der Yas Marina Circuit gehört gewiss zu den beeindruckendsten neuen Streckenanlagen in der Formel 1. Unser Partner und Anteilseigner Aabar hat seinen Sitz in Abu Dhabi, was dieses Wochenende zum letzten Heimrennen unseres Teams in diesem Jahr macht."

"Unser Team erlebte bei den abschließenden Überseerennen der Saison bislang eine schwierige Zeit, aber wir arbeiten weiter hart, um unsere Performance zu steigern. Gleichzeitig nutzen wir die Gelegenheit, um uns Weiterentwicklungen für die nächste Saison anzusehen. Unser Ziel ist es, die Saison positiv abzuschließen und deshalb wollen wir an diesem Wochenende ein stärkeres Resultat erzielen", schildert der Brite.

"Auf der letzten Etappe der Formel 1-Saison 2012 stehen alle Teams vor der Herausforderung von sechs Rennen in sechs Ländern innerhalb von acht Wochen, verteilt zwischen Asien, USA und Brasilien", berichtet Mercedes-Motorsportchef Norberg Haug. "Mit dem Rennen in Abu Dhabi beginnt am kommenden Wochenende die zweite Hälfte dieses Schlussspurts. Jedes Teammitglied hat während dieser fordernden Phase bislang extrem hart gearbeitet und alle streben dafür eine Belohnung mit besseren Resultaten zum Saisonabschluss an."

Viel Arbeit für die Bremsen

"Die Formel 1 gastiert zum vierten Mal in Abu Dhabi, das neben Deutschland, Großbritannien und Malaysia eines unserer Heimrennen ist und eines der Saisonhighlights darstellt", hält Haug fest. "Die Streckenanlage in Abu Dhabi ist außergewöhnlich und das spektakuläre Rennen mit seinem Übergang vom Tag zur Nacht ist einzigartig im Formel 1-Kalender."

"Der Yas Marina Circuit ist ganz anders als die Strecke in Neu Delhi am vergangenen Wochenende: Die Bremsen werden sehr stark belastet - insgesamt gibt es pro Runde elf harte Bremsmanöver. 14 der 21 Kurven werden mit 150 km/h oder weniger durchfahren und die Autos erreichen an vier Stellen Geschwindigkeiten von über 290 km/h", analysiert der Mercedes-Motorsportchef. "Überholen ist auf dieser Strecke trotz der langen Geraden und vielen Bremszonen sehr schwierig, auch wenn sich dies nach der Einführung der DRS-Zonen im vergangenen Jahr verbessert hat."

Auch Haug hat mitbekommen, dass Mercedes stark abgerutscht ist. "Der Wettbewerb hinter der Spitzengruppe wurde im Saisonverlauf immer enger, und ein paar Zehntel pro Runde können im Qualifying wie im Rennen viele Plätze ausmachen", erklärt er.

Fotoquelle: xpbimages.com

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