Sebastian Vettel nach seinem Ausrollen im heutigen Qualifying in Abu Dhabi

Formel 1 2012

— 03.11.2012

Wegen Strafe: Vettel startet aus der Boxengasse

Sebastian Vettel startet in Abu Dhabi aus der Boxengasse und hat damit noch Gelegenheit, sein Setup auf eine bessere Höchstgeschwindigkeit zu trimmen



Weil nach seinem Ausrollen im heutigen Qualifying in Abu Dhabi zu wenig Benzin im Tank war, wurde Sebastian Vettel von den FIA-Rennkommissaren nachträglich disqualifiziert. Immerhin wird ihm gestattet, als Letzter der Startaufstellung am Rennen teilzunehmen, doch sein Red-Bull-Team hat entschieden, stattdessen die Parc-ferme-Bedingungen zu umgehen und aus der Boxengasse zu starten.

"Während der Auslaufrunde nach dem letzten Run in Q3 gab Renault die Anweisung, Sebastians Auto wegen eines Problems mit dem Benzinsystem sofort auf der Strecke anzuhalten", erklärt Teamchef Christian Horner. "Nach unserem Gespräch mit den Kommissaren, die akzeptierten, dass das Auto wegen höherer Gewalt aus technischen Gründen stehen geblieben ist, wurden leider aus Gründen, die wir erst noch verstehen müssen, bei der technischen Untersuchung nur 850 Milliliter des erforderlichen Liters aus dem Auto gepumpt."

"Demzufolge hat die FIA Sebastian vom Qualifying ausgeschlossen und wir werden das Auto aus dem Parc ferme zurückziehen, um die Ursache weiter untersuchen zu können. Sebastian wird das morgige Rennen also aus der Boxengasse in Angriff nehmen", so der Brite. Praktisch: Der Start aus der Boxengasse erlaubt dem Team gleichzeitig, andere Arbeiten am Auto durchzuführen und zum Beispiel das Setup an die neuen Voraussetzungen anzupassen.

"Wenn ich mir die Topspeeds von Vettel und Red Bull ansehe, wird es vielleicht ein schwieriges Rennen", twittert Williams-Fahrermentor Alexander Wurz. "Vielleicht Getriebeübersetzung ändern und aus der Boxengasse starten?" Denn mit 311,4 km/h hatte Vettel fast die schlechteste Höchstgeschwindigkeit aller Fahrer, Teamkollege Mark Webber einmal ausgenommen. Auf Spitzenreiter Pastor Maldonado fehlten 14,4 km/h.

Nicht gerade die besten Voraussetzungen, um morgen von hinten durch das Feld zu pflügen. Aber Vettel hat nun ja Gelegenheit, die Flügel flacher zu stellen und die Getriebeübersetzung anzupassen. Dann hält er Überholen grundsätzlich für möglich: "Es ist hier schwierig, selbst wenn du die langen Geraden hast. Wir haben die doppelte DRS-Zone - mal sehen, ob das hilft. Ich bin mir sicher, dass es nicht unmöglich ist", meint der 25-Jährige.

In der Pressemitteilung seines Teams wurde der technische Grund für das Ausrollen übrigens weiterhin nicht bekannt gegeben: "Ich bin nicht sicher, was am Ende das Problem war. Mir wurde nur gesagt, ich soll das Auto abstellen", wird Vettel darin zitiert. Und er macht sich selbst Mut: "Einer der besten Skispringer aller Zeiten hat einmal gesagt: Jede Chance ist eine Möglichkeit, und was uns betrifft, gibt es morgen jede Menge Chancen."

An der Richtigkeit der FIA-Entscheidung bestehen offenbar keine Zweifel: "Ich sage, es ist eine logische Entscheidung, die trotzig keinen Raum für eine Verschwörung lässt", findet Wurz, in der Vergangenheit schon mehrfach selbst FIA-Rennkommissar. "Es ist eine harte Entscheidung, ja, aber die gleiche wie für Lewis in Spanien. Tut mir leid, das sagen zu müssen, aber es war nach der Situation mit Lewis in Spanien die einzig logische Entscheidung."

Fotoquelle: xpbimages.com

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