Nico Rosberg lieferte im Qualifying von Abu Dhabi eine tadellose Leistung ab

Formel 1 2012

— 03.11.2012

Mercedes: Mit 2013er-Teilen etwas nach vorn

Bei Mercedes stehen Experimente im Hinblick auf 2013 derzeit im Vordergund: WM-Platz fünf soll im Zweikampf gegen Sauber dennoch gehalten werden



Nico Rosberg hat im teaminternen Qualifyingduell ausgeglichen. Während der Weltmeistersohn das Potenzial des Mercedes in der Zeitenjagd von Abu Dhabi gut umsetzen konnte und Startplatz sieben erreichte (nach der Vettel-Strafe), blieb Michael Schumacher in Q2 hängen. Zuerst war von einem KERS-Problem beim Rekordweltmeister die Rede gewesen, aber später entpuppte sich das Problem schlichtweg als missglücktes Experiment.

"Ich habe mal einen anderen Ablauf ausprobiert. Das hat sich nicht ausgezahlt", hakt Schumacher die Ereignisse in wenigen Worten ab. "Er hat die Motorbremse falsch eingestellt. Es ging darum, wo man KERS am besten auflädt und wo man die Zusatzleistung am besten einsetzt. So etwas beeinflusst das Fahrzeugverhalten", erklärt Teamchef Ross Brawn. "Das hat uns letztlich im ersten Abschnitt der Runde einige Probleme bereitet, vor allem in Kurve sieben."

"Die Reifen bauen hier zwar nicht stark ab, aber dennoch sind sie sensibel in Sachen Temperatur und in Bezug auf die Nutzung. Es kann morgen wegen der Reifen doch noch so einiges passieren", meint der Brite vor dem drittletzten Formel-1-Rennen des Jahres. Mercedes arbeitet derzeit bereits intensiv an Entwicklungen für die kommende Saison. Die aktuelle Performance ist dabei weniger wichtig als die Erkenntnisse, die man für 2013 gewinnen kann.

"Es wäre respektlos, wenn wir jetzt nicht mehr alles geben würden, um unsere Position in der WM zu halten. Gleichzeitig haben wir allerdings ein paar Dinge, die wir im Hinblick auf 2013 verstehen müssen", erklärt Brawn. "Wir testen einige veränderte Versionen des Aufpuffs in den kommenden Wochen. An diesem Wochenende haben wir etwas mit einer veränderten Aufhängung im Hinblick auf 2013 versucht. Darum geht es nun."

"Wir wollen so viele Informationen sammeln wie möglich. Auch in Brasilien werden wir noch einmal entsprechende Teile ausprobieren. Natürlich wäre es schade, wenn wir in der WM einen Rang verlieren würden, aber es wäre noch schlimmer, wenn wir mit Blick auf das kommende Jahr nicht alles unternommen hätten", argumentiert der Teamchef, der für die kommende Saison einen großen Sprung nach vorn erwartet.

"Wir versuchen trotzdem immer noch, einige Teile als Auto zu bringen, die uns etwas voranbringen. Es sind immer wieder einige Kleinigkeiten. Es scheint wirklich etwas voranzugehen", meint Rosberg, der mit seinem Startplatz zufrieden ist. "Wenn wir unter solchen Voraussetzungen vor jeweils einen Lotus und einen Ferrari fahren können, dann ist das doch ganz okay. Im Rennen wird es aber wohl etwas schwieriger. Unsere Longruns zeigten, dass es im Rennen komplizierter wird als im Qualifying."

Fotoquelle: xpbimages.com

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