Für Mark Webber war der Ausflug in die Wüste eine einzige Tortour

Formel 1 2012

— 04.11.2012

Webber: Krampf, Kampf, Krach

Für den Red-Bull-Pilot lief in Abu Dhabi einfach gar nichts nach Plan - TV-Experten bewerten Webbers Fahrt und den Perez-Unfall unterschiedlich



Anfang schlecht, Ende schlecht, alles schlecht - die bittere Bilanz nach dem Großen Preis von Abu Dhabi am Sonntag aus Sicht des Mark Webber. Der Australier erwischte von Platz zwei aus ein Mal mehr einen miserablen Start, war anschließend in Kollisionen mit Pastor Maldonado sowie Felipe Massa verwickelt und schied letztlich unverschuldet infolge einer von Sergio Perez verursachten Karambolage aus. Neben seinen eigenen Ambitionen in der Fahrerwertung litten auch die Red Bulls bei den Konstrukteuren.

Webber sieht die Situation, als Perez und Romain Grosjean vor ihm kämpften und sich berührten, so: "Schlussendlich wollte ich da nur vorbei, dann gab es einen Kontakt, was nicht ungewöhnlich ist", schildert er bei 'Sky Sports F1' und nennt Geduld seine Maxime: "Ich wollte sie das vor mir ausfechten lassen, aber dann habe ich eine Chance gesehen." Der 36-Jährige wechselte auf die Innenbahn und war fast an Grosjean vorbei, als ihn der Lotus an der Heckpartie erwischte.

Auch Webber teilte aus

Webbers Rennen war beendet: "Grosjean ist selbst touchiert worden oder hat das Auto verloren und war dann direkt vor mir", erinnert sich der Red-Bull-Pilot. Ausweichen war unmöglich. Damon Hill nimmt bei seiner Analyse Perez in die Verantwortung: "Du kannst wieder zurück auf die Strecke kommen, aber du kannst nicht einfach rüberziehen und versuchen, den anderen am Überholen zu hindern, indem du in Richtung Scheitelpunkt ziehst", kritisiert der Ex-Weltmeister den Mexikaner.

Für Hill war der Kontakt die logische Folge, er ist aber auch mit Webbers Fahrstil nicht einverstanden: "Das musste einen Unfall geben. Das gilt auch für die Szene mit Mark auf der Außenbahn, als er Maldonado eingequetscht hat - wo sollte er hin? Das musste krachen", fragt sich der TV-Experte und lobt Jenson Buttons Verhalten gegen Sebastian Vettel: "Man muss Platz lassen wie Jenson. Irgendwann kommt der Punkt, an dem es besser ist, die nächste Kurve zu überleben."

Taktischer Fehlgriff oder gezieltes Strategie-Manöver?

Johnny Herbert, der genau wie Hill die Rennen für 'Sky Sports F1' analysiert, hätten die Konsequenzen jedoch nicht so drastisch ausfallen müssen wie mit der Zehn-Sekunden-Strafe für Perez: "Ich finde es gut, wenn die Jungs Rennen fahren und sich duellieren", schwärmt der frühere Star der Szene vom Abu-Dhabi-Grand-Prix. "Was ich nicht sehen will, ist, dass sie für Zwischenfälle bestraft werden. Es war doch am Ende des Tages nur Motorsport, ich hätte da nichts unternommen."

Webber hat der Crash wohl lnicht allzu viel gekostet, schließlich passte bei ihm auch die Strategie nicht - etwa, um den zum Zeitpunkt des ersten Stopps hinter ihm fahrenden Vettel vorbei zu lotsen? "Sie dachten wohl, ich wäre schneller als die Jungs vor mir und ich könnte vor ihnen herauskommen", erklärt Webber den Zeitpunkt seines Reifenwechsels und glaubt, dass der Kommandostand sein Rennen im Auge gehabt habe: "Sie haben sich das angesehen."

Trotzdem hätte der Australier eine andere taktische Marschroute favorisiert - nämlich die Vettels: "Es wäre mit zwei Sätzen der weicheren Mischung ein anderer Grand Prix geworden, aber was auch immer wir heute versucht haben, es ist gescheitert."

Fotoquelle: xpbimages.com

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