Der Dreikampf zwischen Sauber, Force India und Williams spitzt sich zu

Formel 1 2012

— 07.11.2012

Force India: Kampf um Platz sechs verloren?

Force India musste in Abu Dhabi einen Rückschlag im Kampf gegen Sauber hinnehmen, weil man sich gegen das Risiko entschied - Nun wird Williams zur Gefahr



Nach einem etwas schwierigen Auftakt präsentierte sich Force India in Abu Dhabi erhoffter Stärke, das Ergebnis war aber schließlich doch eine große Enttäuschung. Nico Hülkenberg und Paul di Resta kollidierten in der ersten Kurve - der Deutsche musste sofort aussteigen, der Schotte holte am Ende immerhin noch zwei WM-Punkte.

Das reichte aber nicht wie erhofft, um in der Konstrukteurs-WM auf das auf Platz sechs liegende Sauber-Team aufzuholen. Ganz im Gegenteil - durch Kamui Kobayashis sechsten Platz fiel man weiter zurück und liegt nun 29 WM-Punkte hinter der Schweizer Truppe. Dazu kommt, dass nun von hinten Gefahr droht: Williams fuhr mit beiden Autos in die Punkte und liegt nur noch 22 Zähler hinter den Indern.

Force India unter Druck

Der stellvertretende Teamchef Bob Fernley gibt gegenüber 'Autosport' zu, dass der Zug zu Platz sechs vermutlich abgefahren ist: "Der Kampf ist noch nicht zu Ende, aber realistisch gesehen und wenn wir genau hinsehen, dann sind die Chancen, dass wir Sauber noch einholen, ein bisschen begrenzt." Zudem hat er auch Williams im Auge: "Kann uns Williams einholen? Ich schätze, dass alles möglich ist. Wir müssen dafür sorgen, dass wir bei den letzten beiden Rennen unsere Arbeit machen."

Eine Zeitlang sah es so aus, als könnte di Resta auf dem Yas-Marina-Circuit Platz fünf holen, zumal er das harte Duell gegen Romain Grosjean, Sergio Perez und Mark Webber unbeschadet überstanden hatte, doch am Ende entschied sich das Team, ihn in der Safety-Car-Phase kurz vor Schluss noch einmal an die Box zu holen.

Team entschied sich gegen Risiko

Die große Frage war zu diesem Zeitpunkt, ob die Reifen halten würden. "Die Daten sagten nein, aber man legt immer Wert auf die Position auf der Strecke", schildert Fernley den Interessenskonflikt am Kommandostand. "Unser Poker sah so aus, dass wir bei einem Reifenwechsel in der Safety-Car-Phase wussten, dass wir Punkte holen würden. Wären wir draußen geblieben, wäre es ein Poker zwischen vielen oder gar keinen Punkten gewesen. Unsere Sorge war, dass es keine Punkte werden würden."

Seiner Meinung war die Sicherheitsvariante die bessere Lösung: "Unser Gefühl war, dass es sich nicht ausgehen würde. Man sollte aber niemals nie sagen." Leise Zweifel sind also nach wie vor vorhanden: "Manchmal schafft man Dinge, die unerreichbar scheinen. Das ist uns bei Rennen wie in Bahrain gelungen, wo es auch nicht so ausgesehen hatte, als würde es sich ausgehen." Auf dem Bahrain-International-Circuit entschied sich das Team am Ende gegen einen dritten Boxenstopp - di Resta profitierte und holte den sechsten Platz.

Fotoquelle: xpbimages.com

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