Formel 1 2012

— 10.11.2012

Surer: "Wenn es normal läuft, macht es Vettel"

Sebastian Vettel oder Fernando Alonso: Formel-1-Experte Marc Surer analysiert die Ausgangslage der Titelkandidaten und spricht über deren Chancen





Zwei Fahrer, zwei Rennen, ein großes Ziel: Weltmeister werden. Doch wer setzt sich am Ende in der Fahrerwertung durch? In spätestens zwei Wochen wird es eine Antwort auf diese Frage geben. Bis dahin darf noch getippt werden - auf Titelverteidiger Sebastian Vettel (Red Bull) oder auf Fernando Alonso (Ferrari). In Austin (USA) und Sao Paulo (Brasilien) machen sie die WM unter sich aus.

Die etwas besseren Karten scheint Vettel zu haben: Er geht mit einem Vorsprung von zehn Punkten in die beiden letzten Rennen des Jahres. Doch laut 'Motorsport-Total.com'-Experte Marc Surer ist der Deutsche deshalb noch lange nicht durch: "In zwei Rennen kann sehr schnell noch etwas passieren", meint der Schweizer bei 'SWR 1 Leute'. Man denke nur an das Saisonfinale von vor zwei Jahren.

"Damals ging Alonso mit einem Punktevorsprung ins letzte Rennen", sagt Surer. "Ich glaube, er hätte 'nur' einen vierten Platz gebraucht. Das hat er aber nicht geschafft. Und Vettel wurde Weltmeister. Dieses Mal kann es vielleicht genau umgekehrt sein. Man kann auch Pech haben. Es gab ja schon Startcrashs und so weiter. Wenn es auf das letzte Rennen zugeht, ist es ein bisschen eine Lotterie."

Abgesehen davon hält der ehemalige Formel-1-Pilot den Titelverteidiger aber für den Favoriten im Endspurt: "Wenn es normal läuft, macht es Vettel. Ganz einfach: Er und sein Auto sind in besserer Form. Der Ferrari ist leider nicht so konkurrenzfähig, wie das Alonso bräuchte." Und das, wie Surer betont, schon seit Saisonbeginn. Dabei schien Ferrari bereits die Wende geschafft zu haben.

"Es sah eine Zeit lang so aus, als hätte Ferrari endlich ein gutes Auto. Das war etwa um Spa oder Monza", meint Surer und merkt an: "Ausgerechnet bei diesen Rennen hatten sie Probleme, sodass er nicht davon profitieren konnte. Seither harzt es ein bisschen. Red Bull hat einen Schritt nach vorn gemacht, aber Ferrari offensichtlich nicht." Was dabei half, Vettel an die WM-Spitze zu spülen.

Seit Singapur hat der Red-Bull-Fahrer viermal gewonnen und zuletzt einen dritten Platz eingefahren. Alonso hingegen war je zweimal Zweiter und Dritter, hatte aber auch einen Ausfall - im vermutlich unterlegenen Fahrzeug. Trotzdem mischt er weiter mit. Surer: "Fernando hätte es verdient, weil er mit dem schlechteren Auto überhaupt in dieser Situation ist." Das war nicht unbedingt zu erwarten.

"Anfangs des Jahres war der Ferrari eine Gurke", erklärt Surer. "Und was Alonso da herausgeholt hat. Er hätte es verdient, Weltmeister zu werden. Er ist einer, der akzeptiert, wenn sein Auto nur für Platz fünf gut ist, dann fährt er es auf Platz vier. Er überfährt das Auto nicht. Er quetscht es in jeder Runde zu einhundert Prozent aus und fährt so weiter nach vorn als es das Auto eigentlich hergeben würde."

Man müsse jedoch auch Vettels Leistung anerkennen, meint Surer. "Er hat sich im Saisonverlauf gesteigert. Er ist jetzt wieder der Alte, praktisch der Unschlagbare. In Abu Dhabi hat er uns ja gezeigt, dass er auch von hinten durch das Feld pflügen kann. Man wirft ihm ja immer vor, er könne nicht überholen", so der Schweizer. "Das war jetzt schon weltmeisterlich. Er hätte es ebenfalls verdient."

Fotoquelle: xpbimages.com

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