Die GP2 hat sich im Motorsport etabliert und große Talente hervorgebracht

Formel 1 2012

— 12.11.2012

Im Westen was Neues? Formel 1 plant US-Nachwuchsserie

Mehr Aufmerksamkeit in den USA und endlich Nachwuchspiloten: Bernie Ecclestone und Co. wollen mit einem GP2- oder GP3-Pendant Amerika aufmischen



Das Management der Formel 1 zieht es in Erwgung, eine amerikanische Version der GP2- oder der GP3-Serie ins Leben zu rufen, um dem Sport in den USA zu mehr Popularitt zu verhelfen. Unterlagen belegen, dass das Projekt den Arbeitstitel "American Series" trgt und Rennen in den USA, in Kanada und in Brasilien geplant sind, sollte es tatschlich grnes Licht geben. Ziel ist es, in diesen Lndern den Nachwuchs-Motorsport zu frdern und mehr Aufmerksamkeit auf die Formel 1 zu lenken.

Auerdem soll bewirkt werden, dass sich mehr Fahrer aus diesen Lndern fr die Knigsklasse interessieren. In der laufenden Saison finden nur drei der 20 Formel-1-Rennen in Nord- oder Sdamerika statt. Auer dem Rennen an diesem Wochenende, wenn in Texas die Motoren bei der Grand-Prix-Premiere in Austin aufheulen, handelt es sich um die etablierten Lufe in Kanada und in Brasilien. Die Knigsklasse hat traditionell Schwierigkeiten, in den USA zu Popularitt zu gelangen.

Versuch in Asien gescheitert

Derzeit gibt es keine US-amerikanischen Fahrer. Der letzte war Scott Speed, der 2006 und 2007 fr Toro Rosso im Einsatz war, ohne einen einzigen WM-Punkt einzufahren. Den Unterlagen zufolge glaubt das Formel-1-Management, in Nord- und Sdamerika einen Geschftszweig hnlich dem in Europa aufbauen zu knnen. Eine regionale Variante der GP2 war in der Vergangenheit von wenig Erfolg gekrnt. Die Winterserie in Asien, die GP2 Asia, startete 2008, wurde aber 2011 wieder eingestellt.

Damals umfasste der Kalender nur vier Rennen, von denen zwei auch noch in San Marino, nmlich in Imola, stattfanden. Obwohl die Teams mutig genug waren, Piloten aus der Region ihre Autos anzuvertrauen, setzten einige trotzdem auf Europer oder Sdamerikaner - trotz einer Klausel im Reglement, die fr solche Starter die maximale Anzahl der Punkte pro Saison deckelte.

Seit die GP2 im Jahr 2005 eingefhrt wurde, hatte sie groen Erfolg damit, Talente fr die Formel 1 hervorzubringen. Die Liste der Meister umfasst Lewis Hamilton, Nico Rosberg, Nico Hlkenberg, Pastor Maldonado und Romain Grosjean. Die Serie wurde von der Formel-1-Mutterfirma, der F1 Group, ins Leben gerufen. 2007, also drei Jahre spter, kam dann auch noch die GP3 hinzu, die aufstrebenden Piloten eine weitere Sprosse der Leiter in die Knigsklasse bietet.

Viele Plne, wenig Erfolge

Die GP2 und die GP3 nahmen im vergangenen Jahr 44,8 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 35,2 Millionen Euro) ein, was ungefhr 2,9 Prozent des Gesamtertrags der F1 Group bedeutet. Das Geld stammt aus dem Verkauf von Autos und Teilen an die teilnehmenden Teams, dazu kommen Promotion- und Werbegebhren sowie Betrge, die fr den Verwaltungsaufwand fllig werden. Es ist aber nicht nur die F1 Group, die von einer Expansion der GP2 oder der GP3 profitieren wrde.

Die Aufmerksamkeit, die eine amerikanische Nachwuchsserie hervorzurufen vermag, wre den Organisatoren des geplanten Grand Prix in New Jersey sehr ntzlich. Die Verantwortlichen mussten wegen Budgetproblemen krzlich ihre Plne aufschieben. Auch die Formel-1-Teams wren Gewinner, weil ein schrferes Profil des Sports auch die Bereitschaft US-amerikanischer Unternehmen, ein Sponsoring zu bernehmen, steigen liee. Red Bull, McLaren und Co. wrden aber keine zustzlichen Einnahmen direkt aus dem Rennbetrieb der Serie erhalten.

Der Grund: Umstze aus der GP2 und der GP3 sind vom Preisgeldtopf der Formel 1 ausgeschlossen. Obwohl in der jngeren Vergangenheit zahlreiche Plne, die Knigsklasse in den USA salonfhig zu machen, bestanden, ist das Rennen in Austin bislang der einzig fruchtbare. Dem neuen Team USF1 war bereits ein Startplatz zugesagt, es scheiterte aber an finanziellen Problemen, ehe ein Auto berhaupt in die Startaufstellung rollte. Zu Beginn des Jahres rankten sich Gerchte um "Stars'n Stripes"-Team Red Bulls mit US-amerikanischen Fahrern. Bislang ist das nicht Realitt geworden.

Fotoquelle: xpbimages.com

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